Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Was sagt Jeff Strasser zum Nordirland-Spiel?
Sport 2 Min. 10.09.2012

Was sagt Jeff Strasser zum Nordirland-Spiel?

Der Ex-Profi schreibt regelmäßig im "Luxemburger Wort" eine Kolumne. Was sagt er nach dem Portugal-Spiel? Wie analysiert er das bevorstehende Spiel gegen Nordirland?

Was sagt Jeff Strasser zum Nordirland-Spiel?

Der Ex-Profi schreibt regelmäßig im "Luxemburger Wort" eine Kolumne. Was sagt er nach dem Portugal-Spiel? Wie analysiert er das bevorstehende Spiel gegen Nordirland?
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 10.09.2012

Was sagt Jeff Strasser zum Nordirland-Spiel?

Jeff  Strasser, einst Fußball-Profi in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz, schreibt wöchentlich eine Kolumne im "Luxemburger Wort". An diesem Dienstag äußerte sich der Fußball-Experte über das bevorstehende Nordirlandspiel.

Was sagt Jeff Strasser über das 1:2 gegen Portugal? Wie analysiert er das bevorstehende Spiel gegen Nordirland? In seiner wöchentlichen Kolumne im "Luxemburger Wort" schreibt Strasser an diesem Dienstag u.a. folgendes:

  • Da Mota, Mutsch und Joubert

Für die gezeigte Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen Portugal kann man die FLF-Auswahl nur beglückwunschen. Die Mannschaft hat taktisch gut agiert und versucht, die Vorstöße des Gegners über die Außenbahnen zu blockieren. In diesem Zusammenhang haben Daniel Da Mota und Mario Mutsch mit ihrem hohen läuferischen Aufwand der Abwehr viel geholfen. Torhüter Jonathan Joubert hat auch unter Beweis gestellt, dass auf ihn Verlass ist.

  • Nordirland vielleicht schwieriger als Portugal

Fußball ist ein Tagesgeschäft. Man kann auf die Leistung stolz sein, man sollte sich jedoch nicht auf ihr ausruhen. Es könnte sein, dass das Spiel in Nordirland schwieriger als dies gegen Portugal wird. Man kennt den Gegner zwar nicht unbedingt gut, trotzdem zählt er in erster Linie Spieler in seinen Reihen, die in den beiden höchsten Spielklassen Englands ihr Brot verdienen.

  • Nordiren sind keine ballverliebten Künstler

Die gegnerischen Spieler werden also nicht die ballverliebten Künstler wie die Portugiesen sein. Sie werden jedoch jeden Zweikampf annehmen. Ihre Spielweise ist nicht ästhetisch, sondern effizient. Vor allem in der Defensive werden die Luxemburger Spieler gefordert sein, um die Kopfbälle zu ihren Gunsten zu entscheiden.

  • Die Weltrangliste ist im Fußball zweitrangig

Ich würde dem Umstand, dass Nordirland hinter Luxemburg in der Weltrangliste platziert ist, keine allzu große Bedeutung schenken. Gegen Malta unterlag die FLF-Auswahl ja erst kürzlich gegen einen vom Papier her schwächeren Gegner. Die Weltrangliste ist wertvoll für Statistiker, letztlich wird heute aber auf dem Platz entschieden, welches Team besser ist.

  • Defensiver Block etwas weiter vorne

Ich würde von einem 4-5-1-System sprechen, in dem Luxemburg in der Regel agiert. Gegenüber dem Spiel gegen Portugal könnte der defensive Block etwas nach vorne geschoben werden. Es gilt jedoch aufzupassen, da die Nordiren wohl sehr zielstrebig in die Sturmspitze spielen. Es ist wichtig, ein gutes Gleichgewicht zu finden, damit man nicht überlaufen wird. Von übergeordneter Bedeutung ist es, unabhängig vom System, dass man den Ballführenden konsequent attackiert.

  • Atmosphäre motiviert Spieler immer

Ich denke nicht, dass der Kräfteverschleiß ein Problem darstellen wird. Sollte Trainer Luc Holtz dennoch feststellen, dass ein Akteur nach dem Portugal-Spiel müde ist, so könnte er ihn ersetzen. Die Luxemburger Nationalmannschaft wird sich auf eine gute Atmosphäre einstellen können. Dies motiviert die Spieler immer, auch wenn der Großteil der Zuschauer den Gegner anfeuert.