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Warling nach Protest doch nicht im WM-Finale
Sport 1 17.11.2021
Karate

Warling nach Protest doch nicht im WM-Finale

Sport 1 17.11.2021
Karate

Warling nach Protest doch nicht im WM-Finale

Jan MORAWSKI
Jan MORAWSKI
Nach einer Verletzung ihrer Gegnerin zieht Kampfsportlerin Jenny Warling ins Finale der Karate-WM ein. Doch die Freude kommt zu früh.

Es ist eine Achterbahn der Gefühle für Jenny Warling: Am Mittwochmittag zog die Kampfsportlerin ins Finale der Karate-WM in Dubai ein. Nach einem Protest ihrer Halbfinalgegnerin darf die 27 Jahre alte Luxemburgerin nun offenbar doch nicht um die Goldmedaille kämpfen.

Gegen die US-Amerikanerin Trinity Allen lag Warling (-55 kg) bereits fast aussichtslos mit 1:5 zurück. Als Warling unter Zugzwang mehrere schnelle Angriffe startete, verkeilten sich beide Gegnerinnen und fielen zu Boden. Dabei kugelte sich die US-Amerikanerin den Ellbogen aus und konnte nicht mehr weiterkämpfen.


Jennifer Warling / Karate Gruppenphase, 2. Europaspiele 2019 / 30.06.2019 / European Games / Minsk / Foto: Yann Hellers
Jenny Warling jubelt beim Grand Prix
Kurz vor der Weltmeisterschaft unterstreicht Kampfsportlerin Jenny Warling ihre starke Form. In Tschechien ist sie nicht zu schlagen.

Nachdem die Kampfrichter Warling zur Siegerin erklärt hatten, legte das US-Team Einspruch ein, dem nach Einsicht der Videobilder schließlich stattgegeben wurde. Offenbar kam die zuständige Kommission zu dem Ergebnis, dass Warling für die Verletzung verantwortlich sei. Auch laut der offiziellen Ergebnisseite steht Allen nun im Finale gegen die Ägypterin Ahlem Youssef (am Samstag um 14.50 Uhr Luxemburger Zeit). 

Sollte der Gegenprotest, den der Luxemburger Verband FLAM noch prüfen will, nicht erfolgreich sein, kämpft Warling ebenfalls am Samstag (9.10 Uhr) in der Repechage um Bronze. Zuvor hatte die 27-Jährige Caroline Alberg (DK, 1:1), Maya Schaerer (CH, 9:2), Irina Sharykhina (BLR, 2:0) und Valentina Toro Meneses (CHI, 3:1) besiegt.

„Es ist schade, dass diese Sache die starke Leistung von Jenny jetzt in den Schatten stellt“, sagt Verbandspräsident Ulrich Nelting. „Über einen Kampf um Bronze hätten wir im Vorfeld gejubelt.“ Zwar könne es sein, dass Luxemburg ebenfalls Einspruch einlegt, „doch die Erfahrung zeigt, dass dieser immer unwahrscheinlicher wird, je mehr Zeit vergeht“.

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