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"War positiv überrascht von Herrn Ceferin"
Sport 01.12.2016 Aus unserem online-Archiv
FLF-Präsident trifft UEFA-Präsidenten

"War positiv überrascht von Herrn Ceferin"

Paul Philipp war auf Einladung von Aleksander Ceferin (r.) in Nyon.
FLF-Präsident trifft UEFA-Präsidenten

"War positiv überrascht von Herrn Ceferin"

Paul Philipp war auf Einladung von Aleksander Ceferin (r.) in Nyon.
Foto: Harold Cunningham/Uefa
Sport 01.12.2016 Aus unserem online-Archiv
FLF-Präsident trifft UEFA-Präsidenten

"War positiv überrascht von Herrn Ceferin"

Joe TURMES
Joe TURMES
Zwei Stunden dauerte das Treffen zwischen FLF-Präsident Paul Philipp und UEFA-Präsident Aleksander Ceferin in Nyon. Der Luxemburger fand ein offenes Ohr bei seinem Gesprächspartner.

(jot) - FLF-Präsident Paul Philipp hat sich  am Donnerstagmorgen in der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon mit Aleksander Ceferin, dem Präsidenten der Europäischen Fußball-Union, getroffen. Die Unterredung dauerte rund zwei Stunden. "Ich war positiv überrascht von ihm. Er kennt seine Dossiers sehr gut", betonte Philipp im Anschluss an das Treffen.

Eine große Sorge konnte der Slowene dem Luxemburger nehmen: "Eine Vorqualifikation der kleinen Länder scheint kein Thema zu sein", so der FLF-Präsident.

Philipp hatte Ceferin darauf angesprochen, da ihm mit der geplanten Einführung der Nations League ein schlimmer Gedanke gekommen war. "Bei der Nations League, die die Testspiele ersetzen soll, sollen die Nationalteams ja zum ersten Mal in einem Wettbewerb überhaupt nach ihrer Stärke eingeteilt werden. Ich wollte klären, ob dieses Modell nicht auch bei der WM- und EM-Qualifikation angewandt wird." Luxemburg hätte riskiert, nie mehr gegen einen Hochkaräter zu spielen. Ceferin dementierte allerdings solche Gedankenspiele.

Philipp setzt sich für die kleinen und mittleren Vereine ein

Der FLF-Präsident setzte sich im Allgemeinen dafür ein, dass die kleinen und mittleren Vereine in Zukunft noch wettbewerbsfähig sind. "Die Schere zwischen armen und reichen Clubs geht immer weiter auseinander. Es ist eine Überlegung wert, die Vereine, die nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten sind, noch stärker zu unterstützen. Natürlich sollen die guten Ergebnisse der Spitzenclubs weiter belohnt werden. Dem Fußball hilft es aber nicht, wenn der Unterschied zwischen den Spitzenclubs und den anderen Vereinen immer größer wird."

Ceferin ist sich Philipps Angaben zufolge der Problematik bewusst. "Herr Ceferin kommt aus Slowenien. Dort dominieren Maribor und Ljubljana die Liga. In der Schweiz, wo die UEFA ihren Sitz hat, wurde Basel sieben Mal in Folge Meister."





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