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Vor den Olympischen Spielen in Rio: Mit Feiertagen Probleme bekämpfen
Sport 2 Min. 03.08.2016

Vor den Olympischen Spielen in Rio: Mit Feiertagen Probleme bekämpfen

Viele Einwohner von Rio zeigen gerne ihren Körper und treiben gerne Sport.

Vor den Olympischen Spielen in Rio: Mit Feiertagen Probleme bekämpfen

Viele Einwohner von Rio zeigen gerne ihren Körper und treiben gerne Sport.
Foto: Shutterstock
Sport 2 Min. 03.08.2016

Vor den Olympischen Spielen in Rio: Mit Feiertagen Probleme bekämpfen

Probleme? Welche Probleme? Rios Bürgermeister hat seine eigene Methode, die Schwierigkeiten zu lösen, die Olympia in seiner Stadt verursacht. Um für Ruhe zu sorgen, verordnet er einfach mal spontan Feiertage, Schulferien und Zwangsurlaub.

Eduardo Paes kennt seine Pappenheimer. Wenn beim Carioca der Wutpegel steigt, hilft ein Feiertag. Gleich vier davon hat der hemdsärmelige Bürgermeister der Olympiastadt Rio de Janeiro für den Zeitraum der Sommerspiele den Bewohnern der Stadt gegönnt. Den vorerst letzten setzte er kurzfristig am Dienstag an - für Donnerstag.

Die Einwohner der "Cidade Maravilhosa" sind nicht faul, tun aber auch alles, um nicht als Arbeitstier verschrien zu werden. Und daher sind die Dekrete des Stadtoberhauptes sinnvoll. Verlegung der Schulferien, Urlaubsbitten an die Unternehmen, eingeschränkte Fahrzeiten für den Gütertransport - geht alles, hilft immer, sorgt für gute Laune. Auch während Olympia.

Statt die Straßen mit ihren Autos zu verstopfen, sollen die Einheimischen also auch am Donnerstag ihre Stadt genießen. Oder: Sie können "ihrem" Sport nachgehen. Ob am Strand, den Berg hinauf oder im tiefen Grün - die "Arena Carioca" ist weitaus größer als die drei hintereinander geschachtelten, gleichnamigen Wettkampfhallen im Olympiapark in Barra da Tijuca.

Rio de Janeiro lebt Sport rund um die Uhr in allen Facetten. Weil ohne richtigen Winter das Wetter ganzjährig mitspielt. Weil um das Häusermeer herum und teils mittendrin die Natur aus Meer, Lagune oder Sand, mit Fels oder dem Tijuca-Stadtwald Spielraum für lau bietet.

"Wer in Rio keinen Sport treibt, sollte einen Psychoanalytiker aufsuchen", riet schon der Schriftsteller und Karikaturist Millor Fernandes. Und deshalb erfindet sich Sport in Rio täglich neu. Ob Bodyboard, Stand Up Paddling (SUP), Strandtennis oder Drachenflug - der Carioca zeigt gern Körper und Können.

Gucken gehört dazu. Der ultimative Sportfan hat sich für jeden Olympiatag ein Ticket gesichert, schaut sich 33 Wettbewerbe der Sommerspiele an.

Wer keine Lust auf den Mega-Event mit den fünf Ringen hat, kann die aufgezwungenen freien Tage nutzen, um Rios unbekannte Ecken zu erstöbern. Wie das Hafenviertel, das im neuen Glanz erstrahlt. Mit Museen, als Schlemmer- und Einkaufsmeile, zum Treff am wieder schmucken Pier.

Weil wegen der für die Olympische Spiele gesperrten Fahrspuren die Hauptverkehrsadern am Wochenanfang kollabierten, machte Paes eben auch den Donnerstag kurzerhand zum Feiertag, räumte damit den Weg für die Fackelträger und den Begleit-Konvoi frei - und ermöglichte seinen Bürgern ein verlängertes Wochenende. Den Freitag, den Tag der Eröffnungsfeier, hatte er schon lange vorher zum Feiertag erklärt

So kann man auch für Ruhe sorgen.

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