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Von Glücksbringern, Übersetzern und Papierkram
Sport 18.07.2019

Von Glücksbringern, Übersetzern und Papierkram

Übersetzer Cédric Reichel hilft bei der Verständigung in Kasachstan.

Von Glücksbringern, Übersetzern und Papierkram

Übersetzer Cédric Reichel hilft bei der Verständigung in Kasachstan.
Foto: Joe Turmes
Sport 18.07.2019

Von Glücksbringern, Übersetzern und Papierkram

Joe TURMES
Joe TURMES
Jeunesse spielt in der Europa-League-Qualifikation in Kasachstan. Reisenotizen aus der Hauptstadt Nur-Sultan.

 4 500 Kilometer legte Jeunesse zurück, um am Donnerstag (Anstoß um 14 Uhr Luxemburger Zeit) das Rückspiel in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League gegen Tobol Kostanay bestreiten zu können. Reisenotizen aus Kasachstans Hauptstadt Nur-Sultan.

Kompliziertes Visum: Viele Anstrengungen waren nötig, damit Almir Klica mit nach Kasachstan reisen durfte. Als montenegrinischer Staatsbürger benötigte er ein Visum. Um dieses zu erhalten, mussten die Verantwortlichen von Jeunesse, die Hilfe von Georges Zorn bekamen, einige Dokumente präsentieren: eine von Tobol Kostanay verschickte Einladung zum Europa-League-Qualifikationsrückspiel, eine Bescheinung, dass Klica im Marriott-Hotel in Nur-Sultan übernachten wird, ein Brief der kasachischen Migrationspolizei. Am vergangenen Freitag wurde dann das Visum bei der kasachischen Botschaft in Brüssel beantragt. Die Behörden gestatteten Jeunesse nach langen Diskussionen, die fällige Gebühr für das Visum in Bar zu bezahlen. Eigentlich hätte diese Zahlung per Überweisung erfolgen müssen. Dies wäre wiederum mit administrativen Hürden verbunden gewesen.

Glücksbringer: Frederick Kyereh zog sich in den letzten Sekunden des Hinspiels gegen Tobol Kostanay eine Sprunggelenksverletzung zu und fällt für mehrere Wochen aus. Der 25-jährige Angreifer ist dennoch mit nach Kasachstan geflogen, um das Team zu unterstützen.

Lange Anreise: Am Dienstagmorgen um 9 Uhr ging der Auswärtstrip von Jeunesse los. Nach einem knapp dreistündigen Flug vom Findel aus wurde Istanbul erreicht. Der Aufenthalt am türkischen Flughafen verlängerte sich um eine Stunde, da das Flugzeug, das das Jeunesse-Team nach Nur-Sultan fliegen sollte, mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Erst nach knapp zweieinhalb Stunden Wartezeit stand ein anderes Flugzeug bereit, das den Rekordmeister in viereinhalb Stunden nach Kasachstan brachte. Gegen 5 Uhr in der Nacht zu Mittwoch (Lokalzeit) konnten die Spieler endlich schlafen.

Hilfreicher Übersetzer: In Kasachstan ist es schwierig, sich zu verständigen. Jeunesse war darauf vorbereitet und hat Cédric Reichel als Übersetzer in die Reisegruppe integriert. Reichel lebte jahrelang in Usbekistan und spricht Russisch. “Ich will zwischen den Kulturen vermitteln. Der erste Eindruck soll positiv sein”, so Reichel.

Rückreise in der Nacht: Sollte Jeunesse nach dem torlosen Unentschieden im Hinspiel weiterkommen, muss im Flugzeug gefeiert werden. Der Rekordmeister reist noch in der Nacht zu Freitag wieder zurück nach Luxemburg.

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