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Von der Matte zum Traualtar: Hochzeitsglocken für Marie Muller
Nicht nur im Judo-Anzug macht Marie Muller eine gute Figur: Hochzeit der Sportler-Trainer-Paares vor Schloss Assumstadt.

Von der Matte zum Traualtar: Hochzeitsglocken für Marie Muller

Nicht nur im Judo-Anzug macht Marie Muller eine gute Figur: Hochzeit der Sportler-Trainer-Paares vor Schloss Assumstadt.
Sport 30.09.2012

Von der Matte zum Traualtar: Hochzeitsglocken für Marie Muller

Nach dem Erfolg bei Olympia kommt das private Glück: Die Luxemburger Olympia-Teilnehmerin und Fahnenträgerin Marie Muller hat geheiratet. Die 27-Jährige und ihr Trainer Ralf Heiler gaben sich am Samstag im baden-württembergischen Esslingen das Ja-Wort.

Nach dem Erfolg bei Olympia kommt das private Glück: Die Luxemburger Olymia-Teilnehmerin und Fahnenträgerin Marie Muller hat geheiratet. Die 27-Jährige und ihr Trainer Ralf Heiler gaben sich am Samstag im baden-württembergischen Esslingen das Ja-Wort.

Die Judoka und der Trainer schlossen damit nach elf Jahren Beziehung und zwölf Jahren sportlicher Zusammenarbeit den Bund fürs Leben. Nach der standesamtlichen Trauung am Freitag stand am Samstag die kirchliche Hochzeit in der Wallfahrtskirche Höchstberg an. „Wir haben zwei Olympische Spiele zusammen überstanden, ich denke, jetzt können wir es wagen“, sagte Marie Muller einer Zeitung.

Zu den Feierlichkeiten waren 180 Gäste zum Schloss Assumstadt bei Züttlingen gekommen. Nun fährt das frisch vermählte Paar in die Flitterwochen ins österreichische Kitzbühel. Nach der Trauung behält Marie Muller übrigens nach luxemburgischen Recht ihren Familiennamen und tritt weiter für das Großherzogtum an.

Erinnerungen an London

Marie Muller ist die Tochter eines Luxemburgers und einer Deutschen und besitzt die Pässe beider Länder. Geboren und aufgewachsen ist sie in Baden-Württemberg, wo sie auch heute die meiste Zeit verbringt. Als Sportsoldatin der Luxemburger Armee trat sie für Luxemburg zu den Olympischen Spielen an und trug beim Einzug ins Londoner Olympiastadion die rot-weiß-blaue Fahne. Am Tag ihres 27. Geburtstags legte sie einen ausgezeichneten Judo-Wettkampf hin, unterlag jedoch im Duell um die Bronzemedaille der Italienerin Rosalba Forciniti. Die Luxemburger Sportwelt hatte ihr gebannt die Daumen gedrückt – sie wäre die erste Frau aus dem Großherzogtum mit einer Medaille gewesen.

Dass ihr frisch gebackener Ehemann auch gleichzeitig ihr Trainer ist, könne schon Sprengstoff bergen, gab Marie Muller einmal zu. Gerade im Sport kochen die Emotionen ja bekanntlich hoch. Doch sie besitze viele Freunde und Familienmitglieder, bei denen sie Dampf ablassen könne.


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Sie war auch ein Höhepunkt der Eröffnungsfeier der XXX. Olympischen Spiele in London: Luxemburgs Fahnenträgerin und Judoka Marie Muller. Ausländische Medien berichten, wie sie als Luxemburgs Fahnenträgerin den Zuschauern und Sportlern bei der Eröffnungszeremonie den Kopf verdreht hat.