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Von A wie Anreise bis M wie Motivationscoach
Sport 4 Min. 06.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Reisen mit der Nationalmannschaft

Von A wie Anreise bis M wie Motivationscoach

Die Devise der Bulgaren vor dem Eingang des Stadions ist recht klar.
Reisen mit der Nationalmannschaft

Von A wie Anreise bis M wie Motivationscoach

Die Devise der Bulgaren vor dem Eingang des Stadions ist recht klar.
Foto: Bob Hemmen
Sport 4 Min. 06.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Reisen mit der Nationalmannschaft

Von A wie Anreise bis M wie Motivationscoach

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Das Luxemburger Nationalteam ist nach dem Testspiel in Lettland weiterhin im Osten Europas unterwegs. Wir beschreiben ihnen von A bis Z, was die FLF-Auswahl in Lettland und Bulgarien erwartete.

von Bob Hemmen (Sofia)

Das Luxemburger Nationalteam trifft am Dienstagabend (20.45 Uhr Luxemburger Zeit) in Sofia auf Bulgarien. Auch neben dem Platz konnten Mario Mutsch und Co. so einiges erkunden. Ein Blick auf die Höhepunkte neben dem Fußballfeld.

A wie Anreise

Um nach Sofia zu gelangen, mussten die Nationalspieler und die Verantwortlichen in Frankfurt landen, um von dort aus zwei Stunden später in Richtung Bulgarien zu starten. Abends angekommen, war vor der Bettruhe bloß noch Zeit für ein kleines Essen. Ins Grand Hotel im Zentrum Sofias gelangte das Team mit dem Bus. Eine Polizeieskorte sorgte dabei für einen schnellen Ablauf.

B wie Belastung

Zwei Spiele innerhalb von fünf Tagen zu absolvieren ist - besonders für Spieler, die es nicht gewohnt sind - sehr anstrengend. Damit sich das Team besser von den Strapazen erholen kann, entschied sich Trainer Luc Holtz dafür, das Training am Sonntagabend abzusagen. Einigen Spielern war zuvor deutlich anzusehen, dass sie ein intensives Spiel hinter sich hatten.

C wie Charaktere

Wenn zahlreiche Fußballer aus unterschiedlichen Generationen zusammentreffen, gibt es deutliche Unterschiede. Während die einen ständig mit Kopfhörern unterwegs sind, unterhalten sich die anderen mit allen Anwesenden. Die älteren Spieler um Kapitän Mario Mutsch gönnten sich am Sonntag einen Spaziergang durch die Innenstadt, einige jüngere Spieler waren unter sich unterwegs. Trotz der Unterschiede herrscht eine gute Atmosphäre im Team.

D wie Digital

In den vergangenen Jahren hat sich auch in der Nationalmannschaft viel geändert. Heutzutage ist es normal, dass neben den Spielern auch die Coaches und Betreuer digital vernetzt sind. Einige der Luxemburger verbringen die Wartezeiten damit, in ihren privaten sozialen Netzwerken zu stöbern, und andere, wie Verteidiger Maxime Chanot, pflegen offizielle Seiten für ihre Fans. Sie alle vermitteln ihren Freunden und Bekannten Eindrücke der Reise.

E wie Essen

Auch aufgrund der Vergangenheit ist die Ernährung im Luxemburger Nationalteam immer wichtiger geworden. Im Hotel bekommen die Spieler alles was sie benötigen. Und auch außerhalb bieten sich den Mitreisenden einige Möglichkeiten. Nur wenige Meter entfernt befindet sich der Vitosha Boulevard mit Restaurants und Bars.

F wie Freude

Obwohl viele der anwesenden Nationalspieler schon zahlreiche Reisen mit dem FLF-Team unternommen haben, genießen nahezu alle den Aufenthalt. Das Rampenlicht, in dem Vincent Thill und Co. stehen, ist nach wie vor etwas Besonderes. Von daher sprechen die meisten von Momenten, die sie nicht missen möchten.

G wie Grand Hotel

Die Spieler und die Verantwortlichen übernachten im Zentrum Sofias in der Fünf-Sterne-Unterkunft Grand Hotel. Dieses besitzt über 400 Ölgemälde, die in der Lobby zur Schau gestellt werden. Zudem haben die Gäste die Möglichkeit, einen Wellness- und Fitnessbereich zu benutzen. Außerdem befindet sich ein Frisör und eine große Terrasse im Hotel. Die überdurchschnittlich großen Zimmer sorgten ebenfalls für Begeisterung.

Die Zimmer im Grand Hotel Sofia bieten den Spielern reichlich Platz.
Die Zimmer im Grand Hotel Sofia bieten den Spielern reichlich Platz.
Foto: Grand Hotel Sofia

H wie Hektik

Das Temperament der Bulgaren ist vielen bekannt. Wie außergewöhnlich und chaotisch eine Pressekonferenz des dortigen Fußballverbandes allerdings zugeht, ist faszinierend. Nachdem die PK mit Luc Holtz und Mario Mutsch laut den Berichten lokaler Medienvertreter, "die längste aller Zeiten" war, traten Coach Ivaylo Petev und zwei Spieler vor die Mikrofone. Der Raum wurde laut, die Journalisten unterhielten sich untereinander und alle schienen sich zu amüsieren. Und dies obwohl die Befragten immer nur in zwei Sätzen antworteten.

Die Pressekonferenz mit Mario Mutsch (l.) und Luc Holtz (M.) lief noch normal ab.
Die Pressekonferenz mit Mario Mutsch (l.) und Luc Holtz (M.) lief noch normal ab.
Foto: Bob Hemmen

I wie Integration

Im Luxemburger Aufgebot stehen gegen Bulgarien acht Spieler, die nicht im Großherzogtum zur Welt kamen. Dies zeugt einerseits davon, dass Holtz stets auf der Suche nach talentierten Spielern ist, die Luxemburger Vorfahren haben und andererseits davon, dass sich viele Fußballer in Luxemburg wohl fühlen.

J wie Jugendauswahl

Torhüter Valentin Roulez und Aldin Skenderovic hätten eigentlich ebenfalls mit in den Osten Europas reisen sollen. Doch Holtz durfte nur 22 Spieler mitnehmen, sodass die beiden Talente nun derzeit mit der U21-Auswahl unterwegs sind. Gegen Rumänien unterlag das Team am Freitag mit 0:4. Am Dienstagabend geht es gegen Wales.

K wie Konditionen

In Sofia sind die Bedingungen deutlich besser als noch in Riga. Das Stadion ist zwar ebenfalls älter, doch der Standard ist dennoch höher. Auch die der FLF-Auswahl zur Verfügung gestalten Trainingsplätze befanden sich in einem besseren Zustand.

L wie Leidenschaft

Selten standen so viele Akteure im Aufgebot, die bis dato so wenig Erfahrung auf internationalem Niveau sammeln konnten. Die neuen Spieler im Aufgebot der Luxemburger sind daher besonders motiviert und wollen sich zeigen. Auch die internationalen Scouts sorgen dafür, dass die Nationalspieler extrem engagiert agieren.

M wie Motivationscoach

Wie Holtz erklärte, arbeitet er seit einigen Tagen mit Motivationstrainern zusammen, die den Nationalspielern zusätzliches Selbstbewusstsein vermitteln sollen. Der Trainer setzt darauf, dass alle Spieler von sich selbst überzeugt sind und sich von Rückschlägen nicht beeinflussen lassen.

N bis Z des Auswärtstrips der Nationalmannschaft lesen Sie am Mittwoch auf wort.lu.


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