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Volleyball : Luxemburger Männer gewinnen Novotel-Cup
Die Luxemburger Volleyball-Männer hatten Grund zum Feiern.

Volleyball : Luxemburger Männer gewinnen Novotel-Cup

Foto: Christian Kemp
Die Luxemburger Volleyball-Männer hatten Grund zum Feiern.
Sport 3 Min. 01.01.2017

Volleyball : Luxemburger Männer gewinnen Novotel-Cup

Drei Siege in drei Spielen: Die Luxemburger Volleyball-Nationalmannschaft hat den Novotel-Cup gewonnen. Auch die Frauen können zufrieden sein - sie haben den späteren Turniersieger geschlagen.

(rf) - Die Luxemburger Volleyball-Männer haben mit drei Siegen in drei Spielen den Novotel Cup gewonnen. Zuerst stürzten sie den Favoriten und besiegten die deutsche U21-Auswahl mit 3:2 (21:25, 25:10, 25:23, 23:24, 16:1).

Dann setzten sie sich in einem spannenden Volleyball-Krimi 3:2 (25:23, 19:25, 26:24, 20:25, 15:7) gegen Aserbaidschan durch. Dabei kämpfte der Gegner sich immer wieder ran und dominierte zeitweise das Spiel. Doch die Luxemburger behielten die Nerven und gewann den entscheidenden Tie-break. Trainer Dieter Scholl zeigte sich nach der Partie erleichtert: „So ein Spiel zehrt zwar an meinen Nerven, doch besser kann man es für die Zuschauer wohl nicht inszenieren." Die Entscheidung fiel im dritten Satz. Gajin erhielt seine Chance in der Annahme, die sich damit stabilisierte. Beide Teams blieben stets auf Tuchfühlung bis es schließlich 23:23 stand. Dann schlug die Stunde von Laevaert. Erst schlug er einen Block-out, dem er dann ein Aufschlag-Ass folgen ließ – 2:1 für Luxemburg. Die Spieler um Kapitän Braas blieben weiter konzentriert und verschafften sich einen Drei-Punkte-Vorsprung, der allerdings nicht lange halten sollte. Aserbaidschan übernahm nun resolut das Ruder und schaffte den 2:2-Ausgleich nach Sätzen. Und schon wieder musste Luxemburg in den Tie-break und wieder hatte Luxemburg das bessere Ende für sich. Mit 15:7 gewann man auch das zweite Spiel mit 3:2.

Gastgeber nicht mehr aufzuhalten

Einem Sieg gegen Aserbaidschan folgte ein Sieg gegen Island. Die beiden Teams stehen sich öfters auf einem Volleyballfeld gegenüber und in den vergangenen Jahren ging Luxemburg meistens als Gewinner vom Feld. Mit einem Selbstläufer hatten die Lokalmatadoren trotzdem nicht gerechnet. Außerdem stand das Team unter Druck. Denn bereits vor dem Spiel war klar, dass Luxemburg mindestens mit 3:2 gewinnen musste, um das Turnier zu gewinnen. Nach kurzem Abtasten nahmen Maroldt, Laevaert und Co. das Heft in die Hand und zogen davon. Mit 25:16 ging der erste Satz an den Gastgeber. Der zweite Satz verlief ähnlich wie der erste. Island kämpfte zwar besser, aber immer wieder schlichen sich leichte Fehler ins Spiel ein, sodass Luxemburg sich kontinuierlich absetzen konnte. Mit 25:18 entschieden die Spieler von Trainer Scholl auch den zweiten Satz für sich. Im dritten Satz erhöhte Luxemburg den Druck, was Island vor noch größere Probleme stellte. Die Gastgeber waren nicht mehr aufzuhalten: Luxemburg erreichte den zweiten Turniersieg in Folge.

Das Team hat bei diesem Turnier gezeigt, dass es auch Rychlicki gegen gute Gegner bestehen kann. Maroldt und vor allem Laevaert, die mehr Verantwortung übernehmen mussten, haben sich sehr gut verkauft. „Wir haben die beiden vergangenen Tage gezeigt, dass wir auch ohne Kamil (Rychlicki) durchaus unsere Stärken haben und mir als Zuspieler ist auch klar geworden, dass man Kamil nicht immer suchen muss, sondern durchaus mehr variieren kann, ohne den Spielfluss zu brechen“, resümierte Kapitän Braas. Und sein Trainer Scholl ergänzte: „Einige Spieler mussten sich mehr einbringen und dies haben sie mit Bravour gemeistert.“

Frauen gewinnen gegen den Turniersieger

Auch die Volleyball-Frauen waren zufrieden mit ihrer Turnierleistung. Sie wurden Dritte hinter Norwegen und Albanien und vor Liechtenstein. Gegen den späteren Turniersieger gewannen die Luxemburgerinnen sogar mit 3:2. Trainer Detlev Schönberg war nach dem Turnier sehr froh: „Die Mädels haben sich das ganze Turnier über von ihrer besten Seite gezeigt, ich bin ein rundum glücklicher Trainer. Ich hätte nicht gedacht, dass die Mannschaft, mit einer Trainingswoche weniger als in den Vorjahren, schon so weit ist. Das Zusammenspiel der Zuspielerin Braas mit ihren Angreiferinnen passt immer besser. Wenn jetzt die verletzten Spielerinnen das Training wiederaufnehmen können und somit die Basis sich verbreitet, können wir gelassen den kommenden Aufgaben entgegensehen."


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