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Viviani wird Etappensieg aberkannt
Elia Viviani (r.) jubelte zwar am Montag, aber der Etappenzweite Fernando Gaviria (im weißen Trikot) wurde wenig später zum Sieger ernannt.

Viviani wird Etappensieg aberkannt

Foto: Serge Waldbillig
Elia Viviani (r.) jubelte zwar am Montag, aber der Etappenzweite Fernando Gaviria (im weißen Trikot) wurde wenig später zum Sieger ernannt.
Sport 20 13.05.2019

Viviani wird Etappensieg aberkannt

Elia Viviana vom Jungels-Team war als Sieger der dritten Etappe des Giro d'Italia über den Zielstrich gefahren, wurde aber wenig später deklassiert.

Das Deceunick-Team hatte eigentlich perfekt gearbeitet auf der dritten Etappe des Giro d'Italia: Am Ende sprang der Sieg von Elia Viviani heraus. Doch wenig später wurde dem Italiener der Erfolg aberkannt und Fernando Gaviri (Emirates/COL) zugesprochen.

Der Sprint war auch von Bob Jungels mit vorbereitet worden. Rund einen Kilometer vor dem Ende der 220 km langen Etappe zwischen Vinci und Orbetello konnte Viviani auch auf die Unterstützung von Jungels zählen, der an der Spitze des Pelotons das Tempo hoch hielt. "Ich dachte mir, dass ich dann wenigstens nicht stürze, wenn ich ganz vorne fahre", so Jungels.

Schon 75 km vor dem Ziel wurde mit Sho Hatsuyama (JPN/Nippo) der einzige Ausreißer eingeholt. Ereignisreich war die Etappe nicht unbedingt. "Ich weiß nicht, ob es von außen ruhig ausgesehen hat. Es wurde vielleicht nicht schnell gefahren, aber wegen des Windes waren alle sehr nervös. Deshalb gab es auch einige Stürze", sagte Jungels.

Wegen eines Sturzes rund 4 km vor dem Ziel wurde das Peloton auseinandergerissen. Jungels (22. Platz) blieb allerdings in der ersten, dezimierten Gruppe von etwas mehr als 70 Fahrern.

Viviani war beim Zielsprint eine Welle gefahren und hatte dabei insbesondere Matteo Moschetti behindert. Hinter Gaviria wurde Arnaud Démare aus Frankreich (FDJ) auf Platz zwei notiert vor Pascal Ackermann (D/Bora). Ben Gastauer (Ag2r) kam als 131. mit 2'28'' Rückstand an. Jungels ist nun Elfter der Gesamtwertung, mit 46'' Rückstand auf den Führenden Primoz Roglic (SLO/Jumbo). Gastauer (114.) liegt 5'07'' zurück.

Der Giro wird am Dienstag mit der vierten Etappe über 235 Kilometer von Orbetello nach Frascati fortgesetzt. Die Sprinter dürfen wieder auf eine Massenankunft hoffen. Es ist nur ein Berg der vierten Kategorie zu bewältigen.


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