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Vincent Dias dos Santos: "Es wird ein sehr schwieriges Rennen"
Vincent Dias Dos Santos will endlich den Landesmeistertitel bejubeln.

Vincent Dias dos Santos: "Es wird ein sehr schwieriges Rennen"

Foto: Serge Waldbillig
Vincent Dias Dos Santos will endlich den Landesmeistertitel bejubeln.
Sport 3 Min. 11.01.2018

Vincent Dias dos Santos: "Es wird ein sehr schwieriges Rennen"

Vor der Landesmeisterschaft im Cyclocross befindet sich Vincent Dias dos Santos in guter Form. Nun soll in Kayl endlich der Titel herausspringen.

Interview: Yves Rauen

Der Tetinger Vincent Dias dos Santos absolviert derzeit seine wohl beste Saison im Cyclocross. Bis dato feierte der 27-Jährige bereits vier Siege und beendete genauso oft ein Rennen auf dem zweiten Rang. Damit führt er den Skoda-Cross-Cup an und zählt am Samstag in Kayl zum engen Favoritenkreis auf den nationalen Meistertitel bei der Elite.

Vincent Dias dos Santos, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem bisherigen Saisonverlauf?

Ich bin mehr als zufrieden. Ich konnte fast jedes Wochenende meine beste Leistung abrufen, weshalb ich mir nichts vorzuwerfen habe. Nur die beiden Rennen in Rümelingen und Warken haben mich nicht so richtig überzeugt.

Sie sind aktuell Spitzenreiter im Skoda-Cross-Cup. Hatten Sie diese Wertung von Anfang an als Saisonziel?

Schon im vergangenen Jahr war die Möglichkeit sehr positiv, für Konstanz über die gesamte Saison belohnt zu werden. Leider hatte ich damals das erste Rennen verpasst und konnte den Rückstand anschließend nicht mehr aufholen. Diesmal war ich jedoch von Beginn an mit im Rennen. Und wenn man bis eine solche Wertung anführt, möchte man die Führung auch bis zum Schluss verteidigen.

Neben Espoir Felix Schreiber treffen Sie im Kampf um die vordersten Platzierungen immer wieder auf Lex Reichling und Scott Thiltges. Sind die beiden Letztgenannten Ihre ärgsten Rivalen im Kampf um das Meistertrikot?

Auch wenn Lex im Dezember zwei Rennen zu seinen Gunsten entscheiden konnte und Scott während der gesamten Saison recht konstant gefahren ist, ohne jedoch ganz vorne zu landen, rechne ich am Samstag vor allem mit Gusty Bausch – obwohl er bei keinem regionalen Querfeldeinrennen ganz vorne mitmischen konnte. In den wichtigen Momenten findet Gusty stets zu seiner alten Form zurück und kann seine beste Leistung abrufen. Obwohl er die Rennen nicht mehr so schnell angehen kann, so weiß er dies durch seine langjährige Erfahrung zu kompensieren.

Obwohl sie nicht in der selben Kategorie fahren, könnten es zum Duell zwischen Felix Schreiber (vorne) und Vincent Dias Dos Santos kommen.
Obwohl sie nicht in der selben Kategorie fahren, könnten es zum Duell zwischen Felix Schreiber (vorne) und Vincent Dias Dos Santos kommen.
Foto: Serge Waldbillig

Wie sehen Sie Ihre Chancen, erstmals bei der Elite den Meistertitel zu gewinnen?

In den vergangenen Jahren zeigte meine Formkurve vor den Titelkämpfen stets nach unten. Diesmal ist es mir aber gelungen, meine Form während der gesamten Zeit auf einem konstant hohen Level zu halten. Ich habe mich optimal vorbereitet und meine Hausaufgaben gemacht. Dies stimmt mich optimistisch und ich glaube so fest wie nie zuvor an einen Erfolg bei den Meisterschaften.

Setzen Sie sich dadurch nicht selbst zu sehr unter Druck?

Falls es erneut aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte, kann ich auch mit einer Niederlage leben. Ich setze mich nicht unter Druck, auch wenn der Landesmeistertitel stets ein Blickfang im Palmarès ist. Für mich zählt dann schon eher, während der gesamten Saison gut gefahren zu sein.

Dieses Jahr könnte der Titelträger bei der Elite erneut das Rennen hinter U23-Fahrern als Zweiter oder gar Dritter beenden. Wie sehen Sie dieser Situation entgegen?

Ich finde es gut, dass die Espoirs ihre eigene Wertung haben, vor allem im Hinblick auf UCI-Punkte. Denn hierzulande ist es als einheimischer Fahrer fast unmöglich, bei internationalen Quers unter die besten Zehn zu fahren. Es ist immer besser, als Landesmeister der Elite auch das Rennen gewonnen zu haben, weshalb ich es vorziehe, dass die Espoirs separat starten würden.

Wie sind Ihre Eindrücke von der Strecke?

Es wird sicherlich ein sehr schwieriges Rennen. Neben dem großen Höhenunterschied weist die Strecke viele Kurven und technische Passagen auf. Durch den vielen Regen der vergangenen Woche ist der Untergrund recht schlammig, wodurch man eher auf eine gute Technik als auf Kraft angewiesen sein wird. Die Verantwortlichen des Organisators haben ganze Arbeit geleistet, um den Zuschauern ein großes Spektakel zu bieten.


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