Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Vergewaltigungsvorwurf: Mutmaßliches Neymar-Opfer sagt aus
Najila Trindade Mendes de Souza wird nach ihrer Aussage bei der Polizei von ihrem Anwalt Danilo Garcia de Andrade ins Auto getragen.

Vergewaltigungsvorwurf: Mutmaßliches Neymar-Opfer sagt aus

Foto: AFP
Najila Trindade Mendes de Souza wird nach ihrer Aussage bei der Polizei von ihrem Anwalt Danilo Garcia de Andrade ins Auto getragen.
Sport 08.06.2019

Vergewaltigungsvorwurf: Mutmaßliches Neymar-Opfer sagt aus

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Neymar ist das angebliche Opfer des brasilianischen Fußballprofis am Freitag von der Polizei vernommen worden.

(dpa) - Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Neymar hat das angebliche Opfer des brasilianischen Fußballprofis bei der Polizei ausgesagt. Die Frau machte am Freitag auf einer Wache in São Paulo ihre Aussage, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Sie wirft dem Seleção-Star vor, sie in angetrunkenem Zustand und „mit Anwendung von Gewalt“ zum Sex gezwungen zu haben. Die Zwischenfälle sollen am 15. Mai in einem Pariser Luxushotel stattgefunden haben. 


Brazil's Neymar leaves the pitch injured during a friendly football match against Qatar at the Mane Garrincha stadium in Brasilia on June 5, 2019, ahead of Brazil 2019 Copa America. (Photo by EVARISTO SA / AFP)
Neymar muss für Copa America absagen
Neymar bleibt das Verletzungspech treu. Der brasilianische Ausnahmespieler fällt mit einer Knöchelverletzung für die Copa America aus.

Nach Angaben ihrer früheren Anwälte sprach sie zunächst von einem Angriff, stellte dann aber mit Hilfe eines anderen Anwalts Strafanzeige wegen Vergewaltigung. Über ihren Anwalt wiederholte sie nun die Vorwürfe, angegriffen und vergewaltigt worden zu sein.

Neymar weist die Vorwürfe zurück. Nach der Anzeige veröffentlichte der Fußballer den Chatverlauf zwischen ihm und der Frau bei Instagram. Die Nachrichten sollten zeigen, dass das mutmaßliche Opfer auch noch nach der angeblichen Tat freundschaftliche Nachrichten mit ihm austauschte. Mit der Veröffentlichung könnte Neymar allerdings gegen das Recht auf Privatsphäre verstoßen haben. Deshalb wurde er am Donnerstag von der Polizei vernommen.

Werbekampagnen bleiben aus

Wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Brasiliens Fußball-Superstar Neymar sind einige Werbekampagnen mit dem 27-Jährigen ausgesetzt worden. Das gab seine Agentur NR Sports bekannt und dementierte dabei gleichzeitig Medienberichte, wonach ihr Klient Sponsorendeals verloren habe. "Kein Vertrag wurde nach den ernsten Anschuldigungen gegen unseren Sportler beendet", erklärte NR Sports. Das Unternehmen hält die kommerziellen Bild-, Namens- und Verwertungsrechte an Neymar. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema