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VC Belair baut auf die Jugend
Sport 2 Min. 19.10.2020

VC Belair baut auf die Jugend

Der VC Belair feiert den wichtigen Sieg gegen Echternach.

VC Belair baut auf die Jugend

Der VC Belair feiert den wichtigen Sieg gegen Echternach.
Foto: Christian Kemp
Sport 2 Min. 19.10.2020

VC Belair baut auf die Jugend

David THINNES
David THINNES
Der Hauptstadtclub will die eigenen Spieler stärker in das erste Team einbauen. Erfahrene Spieler sollen dabei helfen.

Am Samstagabend war die Erleichterung bei Fred Grainson und Miroslav Reiter groß: Der Präsident und der Trainer des VC Belair haben den wichtigen 3:2-Sieg – nach 0:2-Satzrückstand – ihres Teams im Abstiegsduell mit Echternach an der Seitenlinie verfolgt.


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Volleyballerin Anu Ennok: Eine neue Welt
Mamer hat sich vor der Saison mit Anu Ennok verstärkt. Als Profi hat die Estin viel erlebt, doch sie sehnte sich nach einem "normalen" Leben.

Coach Reiter war „mit dem umkämpften Erfolg“ zufrieden, vor allem da mit Roman Richtarik, der bereits vor der Begegnung ausgefallen war, und Christophe Lazzarin, der sich im ersten Satz verletzte, zwei Stützen fehlten. Für Grainson, der auch als Co-Trainer amtiert, war vor dem Duell bereits klar, dass es „keine einfache Begegnung wird. Wir dürfen Echternach nicht unterschätzen und müssen unser Spiel durchziehen“. Der 45-Jährige hat den Präsidentenposten vor fünf Jahren übernommen: „Ich sah keinen Sinn darin, weiterhin viel Geld für ausländische Spieler auszugeben. Wir wollten auf die Jugend setzen.

Neuer Trainer

Als Hauptstadtclub sieht Grainson bei der Rekrutierung von jungen Spielern Vor- und Nachteile zugleich: „Es gibt ein großes Reservoir an möglichen Jugendspielern, aber die Liste an Sportclubs in der Stadt Luxemburg ist lang. In Belair ziehen viele Kinder wegen eines neuen Jobs ihrer Eltern nach kurzer Zeit wieder an einen anderen Ort. Dennoch haben wir in diesem Jahr 30 neue Jugendspieler.“

Präsident Fred Grainson (l.) schenkt Coach Miroslav Reiter das Vertrauen.
Präsident Fred Grainson (l.) schenkt Coach Miroslav Reiter das Vertrauen.
Foto: Christian Kemp

Ziel ist es, dass „sie bei uns den Volleyball auf jedem Niveau kennenlernen und irgendwann auf Spiele in der Novotel Ligue vorbereitet sind“, so Grainson: „Wir arbeiten nur mit ausgebildeten Trainern. Unser Budget wuchs in den vergangenen fünf Jahren beständig an, da gute Coaches etwas kosten.“

Für die neue Saison hat sich Belair bei seinem Männerteam neu aufgestellt. Michael Begemann wurde auf dem Trainerposten durch Miroslav Reiter, Vater der ehemaligen Nationalspielerin Marie Reiterova, ersetzt. „Er hat bereits im Vorjahr die Junioren trainiert. Miroslav hat uns uns ein interessantes Projekt präsentiert“, so Grainson.

Am Samstag gegen Lorentzweiler

Der 58-jährige Reiter hat gesehen, dass „es viel Potenzial in der Jugend gibt. Unser Ziel war es, die Nachwuchsakteure in die erste Mannschaft einzubauen. Die erfahrenen Spieler sollten dann als Ergänzung dazukommen. Es ist eine gute Mischung, mit der wir das bestmögliche Resultat erzielen wollen“. Finanziell ist der VC Belair bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen. Grainson gibt zu, dass der Verein „nicht das Budget von Strassen oder Fentingen hat. Die Corona-Pandemie hat uns aber nicht negativ zugesetzt. Wir haben den Vorteil, dass unsere Trainer keine festen Verträge haben, sondern nach Präsenz bezahlt werden. Nur Männertrainer Reiter hat ein fixes Gehalt. So haben wir – leider – in den vergangenen Monaten gespart. Unser Budget von etwa 54 000 Euro ist im Gleichgewicht“.

Wir haben nicht das Budget von Strassen oder Fentingen.

Belair hat sich in der neuen Saison punktuell verstärkt. Aus Strassen kam Mittelblocker Petr Kuchar, der auch den jungen Spielern mit seiner Erfahrung weiterhelfen soll. Aus Petingen, das sein Team abgemeldet hat, wurden ebenfalls einige Spieler verpflichtet. Grainson sieht vor allem im Training „eine Erhöhung des Niveaus und des Drucks“. Reiter meint: „Die jungen Spieler müssen Gas geben.“

Diese jungen Spieler haben sich nun integriert. Der 18-jährige Loris Centrone ist fester Bestandteil der ersten Mannschaft – auch wenn er nach einer Fingerverletzung noch zwei Wochen ausfällt. Der gleichaltrige Luca Santinelli läuft in der Startsechs auf. Erik Lemmens Sjoestrand wird am Freitag erst 17, kommt auch schon zum Einsatz. Am kommenden Samstag trifft Belair in Lorentzweiler an. „Für mich ein Meisterschaftsanwärter“, erklärt Reiter. Sein junges Team wird dann wieder viel Erfahrung für die Zukunft sammeln können.

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