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Van Aert wieder nicht zu schlagen
Sport 08.08.2020

Van Aert wieder nicht zu schlagen

Bei den extrem heißen Temperaturen war die Sektdusche von Julian Alaphilippe (l.) geau das Richtige für Wout van Aert.

Van Aert wieder nicht zu schlagen

Bei den extrem heißen Temperaturen war die Sektdusche von Julian Alaphilippe (l.) geau das Richtige für Wout van Aert.
Foto: AFP
Sport 08.08.2020

Van Aert wieder nicht zu schlagen

Wout Van Aert ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat am Samstag den Klassiker Mailand-Sanremo gewonnen. Bob Jungels war auch stark.

(dpa/jg) - Der frühere Cyclocross-Weltmeister Wout van Aert (B/Jumbo) ist nach der langen Corona-Zwangspause im Radsport nicht zu bremsen. Nur eine Woche nach seinem überzeugenden Sieg beim italienischen Eintagesrennen Strade Bianche feierte der 25-jährige Belgier bei Mailand-Sanremo auch seinen ersten großen Klassikersieg. 

Van Aert setzte sich am Samstag bei der 111. Ausgabe des Rennens, das wegen der Corona-Pandemie vom Frühjahr in den Hochsommer verlegt worden war, im Sprint gegen den französischen Vorjahressieger Julian Alaphilippe (Deceuninck) durch.

Das Duo hatte sich 6,5 km vor dem Ziel am Anstieg zum Poggio abgesetzt und nach 305 Kilometern - der längsten Distanz in der Geschichte von Mailand-Sanremo - einige Sekunden Vorsprung ins Ziel gerettet.

Wenige Zentimeter trennen im Ziel Wout van Aert (r.) und Julian Alaphilippe.
Wenige Zentimeter trennen im Ziel Wout van Aert (r.) und Julian Alaphilippe.
Foto: AFP

„Ich bin super glücklich, das ist unglaublich. So in den zweiten Teil der Saison zu starten, ist schon verrückt. Ich finde gar nicht die richtigen Worte“, sagte van Aert, der für den ersten belgischen Sieg seit Andrei Tchmil 1999 sorgte.


In Zukunft wohl im selben Team: Bob Jungels (l.) und Ben Gastauer.
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Bob Jungels wird im kommenden Jahr nicht mehr für Deceuninck-Quick Step fahren. Er soll zu Ag2r-La Mondiale wechseln.

Die Vorentscheidung fiel beim letzten Anstieg, als Alaphilippe attackierte und ein Loch aufriss. Nur van Aert konnte folgen, gemeinsam rauschte das Duo Richtung Via Roma, die wegen der Corona-Beschränkungen nur spärlich gefüllt war. Die erste große Verfolgergruppe kam nicht mehr ganz heran. So blieb für den Australier Michael Matthews (Sunweb) nur der dritte Platz, der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (SVK/Bora) folgte als Vierter direkt dahinter.

Jungels sehr fleißig

Mit Bob Jungels (Deceunninck) war auch ein Luxemburger bei diesem Radsport-monument am Start. Der 27-Jährige muss sicht nichts vorwerfen. Besser noch: Er präsentierte sich stark und ackerte viel an der Spitze des Pelotons. Zusammen mit seinen Teamkollegen Kasper Asgreen (DK) und Tim Declercq (B) sorgte er während unzähligen Kilometern an der Spitze des Pelotons für das richtige Tempo. Erst 12,5 km vor dem Ziel war seine Arbeit erledigt. Das Ziel erreichte Luxemburgs Landesmeister als 73. mit einem Rückstand von 5'05'' Rückstand.


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