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Van Aert triumphiert in der Hitze der Toskana
Sport 2 Min. 02.08.2020

Van Aert triumphiert in der Hitze der Toskana

Wout van Aert ließ sich völlig zurecht feiern.

Van Aert triumphiert in der Hitze der Toskana

Wout van Aert ließ sich völlig zurecht feiern.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 02.08.2020

Van Aert triumphiert in der Hitze der Toskana

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Wout van Aert war am Samstag beim WorldTour-Neustart in die Radsport-Saison der Mann des Tages. Der 25-jährige Belgier gewann das Eintagesrennen Strade Bianche.

Wout van Aert war im Glutofen der Toskana nicht zu bremsen: Mit einem wirklich sehenswerten Auftritt hat der Belgier des Teams Jumbo-Visma nach zwei dritten Plätzen in der Vergangenheit diesmal das Eintagesrennen Strade Bianche (WorldTour) gewonnen. 

Das Rennen mit Start und Ziel in Siena hielt all seine Versprechen und war von extremen Bedingungen gekennzeichnet. Temperaturen von knapp 40 Grad Celsius, trockene und staubige Schotterstraßen sowie zahlreiche Stürze und mechanische Defekte kennzeichneten den Wettkampf. 

Jungels und Geniets leiden

Van Aert zeigte sich von den Bedingungen wenig beeindruckt und hatte das nötige Quäntchen Glück. 13 km vor dem Ziel setzte er seine entscheidende Attacke und quälte sich auf dem letzten Kilometer den letzten Anstieg hoch durch die Alststadt von Siena zur Piazza del Campo. Dann durfte er jubeln. Im Ziel hatte der Cyclocross-Spezialist 30'' Vorsprung auf Davide Formolo (I/UAE) und 32'' auf Maximilian Schachmann (D/Bora). Dahinter landeten Alberto Bettiol (I/Education First/1'31'') und Jakob Fuglsang (DK/Astana/2'55'') auf den weiteren Plätzen. 


Spektakuläre Bilder sind auf den Schotterstraßen garantiert.
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Der Däne hatte mit einer Attacke 50 km vor dem Ziel für eine Vorentscheidung gesorgt. Es bildete sich eine achtköpfige Gruppe an der Spitze des Rennens, aus der letztendlich der Sieger hervorging.

Die beiden Luxemburger Bob Jungels (Deceuninck) und Kevin Geniets (Groupama) erreichten das Ziel nicht. Sie hatten mit der extremen Hitze zu kämpfen und beendeten das Rennen vorzeitig. 

Insgesamt schafften es nur 42 Radprofis ins Ziel, wobei herzvorzuheben ist, dass Diego Rosa (I/Arkéa) als Zehnter bereits knapp acht Minuten Rückstand auf Triumphator van Aert aufwies!

Van Vleuten ohne Erbarmen

Bei den Frauen siegte, wie nicht anders zu erwarten, Annemiek van Vleuten. Allerdings war der Sieg der Niederländerin des Teams Mitchelton-Scott umkämpfter als erwartet. Die 37-Jährige musste alles aus sich herausholen, um auch in ihrem fünften Rennen des Jahres unbesiegt zu bleiben. 

Van Vleuten bezwang in Siena nach 136 Kilometern die Spanierin Mavi Garcia (Alé BTC Ljubljana), die knapp 50 Kilometer vor dem Ziel ein Solo gestartet hatte und schon wie die sichere Siegerin aussah. Van Vleuten zündete allerdings auf den letzten 25 Kilometern den Turbo und schloss eine Lücke von rund fünf Minuten zur Spitzenreiterin. Auf dem steilen Schlusskilometer schüttelte sie Garcia schließlich ab, um mit 22 Sekunden Vorsprung zu gewinnen. Rang drei geht an die US-Amerikanerin Leah Thomas (Paule Ka/1'53''). 

Christine Majerus (Boels) erreichte das Ziel außerhalb des Zeitlimits.


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