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UEFA stoppt juristische Schritte gegen Super-League-Clubs
Sport 2 Min. 28.09.2021
Fußball

UEFA stoppt juristische Schritte gegen Super-League-Clubs

Vinicius Junior und Real Madrid können aufatmen.
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UEFA stoppt juristische Schritte gegen Super-League-Clubs

Vinicius Junior und Real Madrid können aufatmen.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 28.09.2021
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UEFA stoppt juristische Schritte gegen Super-League-Clubs

Wegen ihrer Pläne wurden den Topvereinen Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin Sanktionen angedroht. Nun kam die Rolle rückwärts.

(dpa) - Die UEFA hat auf eine richterliche Androhung aus Spanien reagiert und wird die Verfahren gegen die drei abtrünnigen Super-League-Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin nicht weiter verfolgen. Das bestätigte die UEFA am Dienstag. Auch werde der europäische Verband von den übrigen neun Super-League-Teams keine Strafzahlung einfordern.

Man sei nach genauer Prüfung zu der Erkenntnis gekommen, dass die Fortsetzung einer juristischen Auseinandersetzung nicht im eigenen Interesse und des der Mitgliedsverbände sei, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Die Berufungskammer der UEFA hatte daher entschieden, dass die Verfahren nicht weiter verfolgt würden. Im Raum stand ein Champions-League-Ausschluss der drei Topvereine.

Klare Haltung

Dennoch bleibe man bei der klaren Haltung gegen die Gründung einer Superliga und der Missbilligung des Verhaltens der beteiligten Vereine. Man werde weiterhin alles Notwendige tun, um die Super League und jede Form einer abtrünnigen Liga zu stoppen. Ebenso behalte man sich bei einer möglichen Wiederaufnahme etwaiger Abspaltungspläne neue juristische Schritte vor. Man habe immer in Übereinstimmung mit ihren Statuten und Reglements, aber auch mit EU-Recht, der Europäischen Menschenrechtskonvention und schweizerischem Recht gehandelt, hieß es von der UEFA.


ARCHIV - 11.03.2019, Spanien, Madrid: Florentino Perez, Präsident des Fußballvereins Real Madrid, spricht während einer Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Trainers des Fußballclubs. Perez hat die geplante Super League verteidigt und als notwendigen Schritt zur Rettung des Fußballs bezeichnet. (zu dpa: "Designierter Super-League-Boss Perez: «2024 sind wir alle tot»") Foto: Enrique de la Fuente/gtres/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Perez: "Super League wird den Fußball retten"
Der Präsident von Real Madrid verteidigt das Vorhaben der Super League und macht sich über kleine Clubs lustig.

Der Verband sei zuversichtlich, dass die Fans in ganz Europa, die sich gegen die Superliga-Pläne gewehrt haben, die Entscheidung nicht als Sieg für die Abspaltungspläne sehen würden, hieß es.

Der spanische Richter Manuel Ruiz de Lara hatte der UEFA in der Vorwoche ein Ultimatum gestellt, um die Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Superliga zurückzunehmen. Anderenfalls müsse UEFA-Chef Aleksander Ceferin mit einer Anklage wegen Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils rechnen.

Schock im April

Zwölf europäische Topclubs, darunter zunächst auch sechs englische Premier-League-Vereine, hatten im April mit der Veröffentlichung ihrer Super-League-Pläne Fußball-Europa geschockt. Die Superliga wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten, die diese Pläne wie auch etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Fans demonstrierten gegen die Pläne.


In this handout photograph released by UEFA, UEFA President Aleksander Ceferin addresses media representatives during a press conference following the UEFA Executive Committee meeting in Montreux on April 19, 2021. - Plans for a breakaway Super League announced by twelve of European football's most powerful clubs plunged European football into an unprecedented crisis, with threats of legal action and possible bans for players, as UEFA president Aleksander Ceferin called it a "spit in the face" for supporters. Six Premier League teams -- Liverpool, Manchester United, Arsenal, Chelsea, Manchester City and Tottenham Hotspur -- joined forces with Spanish giants Real Madrid, Barcelona and Atletico Madrid and Italian trio Juventus, Inter Milan and AC Milan to launch the planned competition. (Photo by Richard Juilliart / UEFA / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /UEFA/RICHARD JUILLIART " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Die UEFA ist auf der Verliererstraße
Der europäische Fußballverband UEFA betreibt vor, während und nach der EM wenig Eigenwerbung. Aleksander Ceferin und Co. stehen unter Druck.

Seit dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Superliga vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen hatte die UEFA deshalb zunächst Sanktionen angedroht.    

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