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UEFA-Präsident Ceferin im Amt bestätigt
Sport 2 Min. 07.02.2019 Aus unserem online-Archiv

UEFA-Präsident Ceferin im Amt bestätigt

Aleksander Ceferin hat gut lachen.

UEFA-Präsident Ceferin im Amt bestätigt

Aleksander Ceferin hat gut lachen.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 07.02.2019 Aus unserem online-Archiv

UEFA-Präsident Ceferin im Amt bestätigt

Aleksander Ceferin ist als UEFA-Präsident wie erwartet wiedergewählt worden. Der Slowene wurde beim Kongress der Europäischen Fußball-Union am Donnerstag in Rom per Akklamation für vier Jahre im Amt bestätigt.

(sid) - UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist wie erwartet in seine zweite Amtszeit bis 2023 gewählt worden. Der 51 Jahre alte Slowene trat am Donnerstag beim Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ohne Gegenkandidat an, die Wahl der 55 UEFA-Mitgliedsverbände erfolgte durch Akklamation. Ceferin führt den Europa-Verband seit September 2016. Damals folgte er auf den Franzosen Michel Platini (63), der 2015 gesperrt worden war.

"Ich fühle mich geehrt", sagte Ceferin nach der Wahl und ergänzte zu seinen Zielen für die kommenden Jahre: "Das Gefährlichste, was wir tun können, ist in Herrlichkeit zu erstarren. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen. Wir werden den Fußball nahbarer machen für die Fans auf dem gesamten Planeten."

Die Krise 2016 sei eine "einzigartige Chance" gewesen, die Dinge "zum Besseren" zu verändern, hatte Ceferin bereits zu Beginn des Kongresses gesagt: "Wir wollten die Einheit des europäischen Fußballs wiederherstellen, die Einheit, die verloren gegangen war." Nun sei er nicht "der Präsident einer neuen UEFA, sondern der Präsident einer UEFA, die stolz auf ihre Vergangenheit sein und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann."

Der Slowene betonte, selbst Zweifel gehabt zu haben. "Jemand, der führen soll und nicht an sich zweifelt, ist ein gefährlicher Anführer", sagte er: "Einen Anführer ohne Fehler gibt es nicht. Wenn das jemand denkt, wird es gefährlich."

WM 2030 in Europa

Ceferin hat bekräftigt, dass die Mega-WM 2030 auf dem Gebiet der UEFA ausgetragen werden sollte. Als mögliche Ausrichter hatten sich bereits Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Serbien mit einer gemeinsamen Bewerbung ins Gespräch gebracht. Auch eine gemeinsame Kampagne von England, Nordirland, Schottland, Wales und Irland erscheint möglich.

Politiker aus Spanien und Portugal hatten angekündigt, sich mit Marokko bewerben zu wollen, das aber auf dem Gebiet der afrikanischen Konföderation CAF liegt. Außerdem hatte Ceferin diesen Plänen im vergangenen Dezember eine Absage erteilt.

Konkurrenz dürfte aber aus Südamerika kommen, da Argentinien, Paraguay und Uruguay darauf hoffen, das Turnier 100 Jahre nach der ersten WM-Ausgabe 1930 in Uruguay ausrichten zu dürfen.

Die nächste Endrunde findet 2022 in Katar statt. Ob dabei 48 Mannschaften starten werden, ist noch offen. Im Jahr 2026 wird die WM in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen - dann sicher mit 48 Teams. Die zurückliegende Endrunde 2018 in Russland fand auf UEFA-Gebiet statt.


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