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Tour de Suisse: Fränk Schleck und die Tour-Vorbereitung
Sport 3 Min. 09.06.2012 Aus unserem online-Archiv

Tour de Suisse: Fränk Schleck und die Tour-Vorbereitung

Fränk Schleck hat sich in der Schweiz einiges vorgenommen.

Tour de Suisse: Fränk Schleck und die Tour-Vorbereitung

Fränk Schleck hat sich in der Schweiz einiges vorgenommen.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 3 Min. 09.06.2012 Aus unserem online-Archiv

Tour de Suisse: Fränk Schleck und die Tour-Vorbereitung

Fränk Schleck (RadioShack-Nissan-Trek) geht seinen gewohnten Weg. Ähnlich wie auch in den vergangenen Jahren bereitet er den großen Höhepunkt Tour de France über die Tour de Suisse vor. Doch die Voraussetzungen sind in diesem Jahr etwas anders.

(jg) - Fränk Schleck (RadioShack-Nissan-Trek) geht seinen gewohnten Weg. Ähnlich wie auch in den vergangenen Jahren bereitet er den großen Höhepunkt Tour de France über die Tour de Suisse vor.

Doch die Voraussetzungen sind in diesem Jahr etwas anders: Zum einen ist er in der Schweiz ohne seinen Bruder Andy am Start – dieser rackert sich derzeit bei Critérium du Dauphiné ab –, zum anderen hat er seinen Startplatz im neunköpfigen RSNT-Aufgebot zumindest rein theoretisch noch nicht abgesichert.

Fränk Schleck hat sich in der Schweiz einiges vorgenommen: Er möchte es allen Kritikern beweisen, die ihn nach seinem Giro-Ausstieg an den Pranger gestellt hatten.

Motivierte Teampartner im eigenen Team

Der lädierten Schulter geht es besser: Die täglichen Behandlungen beim Kinesitherapeuten haben sich ausgezahlt. Nun gilt es, die bei der SkodaTour de Luxembourg gezeigten Leistungen (Platz drei) zu bestätigen, dann kommt die Teamleitung auch an einer definitiven Nominierung nicht vorbei.

Das Luxemburger ProTeam startet mit einer wahrlich starken Besetzung: Nicht wenige aus dem Tour-de-Suisse-Aufgebot werden wohl auch im Juli bei der Tour dabei sein. Fabian Cancellara (CH) ist vor heimischer Kulisse ohnehin hoch motiviert und der Mann für die beiden Einzelzeitfahren. Jakob Fuglsang, Sieger der Luxemburg-Rundfahrt, ist neben Fränk Schleck ein Anwärter auf den Gesamtsieg,

Gleiches gilt für Andreas Klöden (D). Ebenfalls dabei ist Laurent Didier, dessen Rennprogramm zum wiederholten Mal über den Haufen geworfen wurde. Zunächst sollte er dabei sein, dann war er für die ZLM-Tour (14. - 17. Juni) vorgesehen, nun ist er doch dabei und springt für Chris Horner (USA) ein.

Starkes Rabobank-Team

Konkurrenz droht RadioShack-Nissan-Trek vor allem durch Rabobank (Robert Gesink, Bauke Mollema, Steven Kruijswijk) und Euskaltel (Mikel Nieve, Igor Anton, Mikel Astarloza). Doch auch Alejandro Valverde (E/Movistar), Levi Leipheimer (USA/Omega Pharma-Quickstep), Peter Sagan (SVK/Liquigas), Damiano Cunego (I/Lampre) und Roman Kreuziger (CZE/Astana) sind zu beachten.

Eröffnet wird das Rennen am Samstag in Lugano mit einem 7,3 km langen Einzelzeitfahren, welches Fränk Schleck und Co. auch bereits aus den vergangenen Jahren kennen. Am zweiten Tag macht das viertgrößte Radrennen der Welt bei seiner 76. Ausgabe einen Abstecher nach Italien.

Die zweite Etappe wird in Verbania gestartet und führt zurück in die Schweiz. Mit dem Simplonpass (2 005 m) und der Bergankunft in Verbier stehen gleich zwei Anstiege der höchsten Kategorie auf dem Programm. Die dritte Etappe sollte zur Beute der anwesenden Sprinter werden. 

Erstmals auf dem Scheltenpass

Auf der vierten Etappe wird erstmals in der Geschichte der Tour de Suisse der Scheltenpass (Kat. 1) befahren. Der fünfte Abschnitt (Olten/Trimbach - Gansingen) weist ein mittelschweres Profil auf. Bei Halbzeit geht es auf einen Rundkurs um den Zielort Gansingen, der zweimal befahren wird. Insgesamt stehen sechs Anstiege der dritten Kategorie auf der Tagesordnung.

Die sechste Etappe könnte wiederum eine Angelegenheit für die Sprinter werden. Das Einzelzeitfahren, welches in den vergangenen Jahren den Abschluss der Tour de Suisse bildete und bei dem traditionell die Entscheidung über den Gesamtsieg fiel, findet diesmal schon auf dem siebten Teilstück statt. Die 34,3 km rund um Gossau führen auf den ersten knapp 12 km stets leicht bergauf, anschließend fällt das Gelände bis ins Ziel ab. 

Auf den letzten beiden Etappen wird dann die Zeit der Kletterer kommen. Die achte Etappe ist mit 148 km zwar die kürzeste, dafür hat es der 28 km lange Schlussanstieg nach Arosa (HC) in sich. Vor allem die letzten Kilometer sind extrem steil.

Das große Finale bildet zum Abschluss die neunte Etappe, mit nicht weniger als 4 210 Steigungsmetern. Zwei Bergwertungen der höchsten sowie zwei der zweiten Kategorie – einschließlich des Schlussanstiegs nach Sörenberg – werden den Profis am Schlusstag alles abverlangen.