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Tour de Luxembourg: Selten spektakulär
Sport 35 1 2 Min. 02.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Tour de Luxembourg: Selten spektakulär

Andrea Pasqualon war erneut der Schnellste.

Tour de Luxembourg: Selten spektakulär

Andrea Pasqualon war erneut der Schnellste.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 35 1 2 Min. 02.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Tour de Luxembourg: Selten spektakulär

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Andrea Pasqualon hat nach der zweiten auch die dritte Etappe der SkodaTour de Luxembourg gewonnen. Alex Kirsch hat Zeit verloren, während Pit Leyder ganz vorne dabei war.

Eine solch spektakuläre Etappe hat die SkodaTour de Luxembourg schon lange nicht mehr gesehen. Gegen alle Gewohnheiten ging es auf dem dritten Teilstück, der Königsetappe über 163,8 km von Eschweiler nach Differdingen richtig zur Sache.

Am Ende siegte Andrea Pasqualon (I/Wanty) wie bereits am Freitag und übernahm damit das Gelbe Trikot von Alexander Krieger (D/Leopard). Zweiter wurde Angelo Tulik (F/Cofidis), Platz drei holte Nick van der Lijke (NL/Roompot).

Die große Überraschung aus Luxemburger Sicht war Pit Leyder (Leopard). Bei seiner Premiere hielt er mit den Besten mit, kam in der ersten Gruppe als Neunter ins Ziel und hat das Trikot des besten Nachwuchsfahrers übernommen. Alex Kirsch (Veranclassic) hingegen war nicht ganz vorne dabei und hatte am Ende als 24. 17'' Rückstand.

Nervöse Etappe

Es ging zu Beginn sehr nervös zur Sache. Zahlreiche Attacken blieben zunächst erfolglos, Nach 20 km zerfiel das Peloton in mehrere Gruppen. Das Tempo war demnach sehr hoch. Kirsch war zunächst in der zweiten Gruppe, wurde aber im Anstieg von Knaphoscheid wieder nach vorne gebracht – da waren gerade mal 24 km absolviert.

Bis zum Zwischensprint in Eschweiler ging es rasant weiter. Erst nach 45 km schafften es schließlich vier Fahrer, sich abzusetzen: Romain Combaud (Delko Marseille), Amaro Antunes (CCC), Bryan Nauleau (Direct Energie) und Matteo Badilatti (Vorarlberg).

Dann übernahm das junge Team Leopard die Führungsarbeit im Peloton und ließ die Gruppe lange nicht auf weiter als eine Minute davonziehen. Schließlich wurde die Truppe etwas gebremst, so dass die Ausreißer nach 85 km einen Vorsprung von rund zwei Minuten hatten.

Kirsch mit Problemen

Doch dann ging es auf einmal sehr schnell: Schon 55 km vor dem Ziel waren die Ausreißer nämlich eingeholt worden! Anschließend gab es bis kurz vor dem drei Mal zu bewältigenden Schlusskurs mit dem Col de l'Europe keine Attacken mehr.

Auf dem Schlusskurs ging es dann wieder sehr schnell zu, immer wieder gab es Attacken. Kirsch und Krieger hatten bei der zweiten Steigung des Col de l'Europe bereits Probleme.

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In der vorletzten Runde hatte sich dann Eduard Prades (E/Euskadi) mit einigen weiteren Fahrern abgesetzt. Dahinter gab das Peloton weiter Gas, sodass sich etwa 15 Fahrer bei der letzten Steigung des Col de l'Europe absetzten. Darunter befand sich Leyder. Kirsch und Krieger mussten allerdings abreißen lassen.

In der Gesamtwertung hat Pasqualon nun 7'' Vorsprung auf Jan Tratnik (SLO/CCC) und 23'' auf Krieger. Leyder ist Sechster mit 25'' Rückstand, Kirsch liegt als Achter 28'' zurück.


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