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Van der Poel baut seinen Vorsprung aus
Sport 1 2 Min. 02.07.2021
Tour de France

Van der Poel baut seinen Vorsprung aus

Mathieu van der Poel führt die Gesamtwertung weiterhin an.
Tour de France

Van der Poel baut seinen Vorsprung aus

Mathieu van der Poel führt die Gesamtwertung weiterhin an.
Foto: dpa
Sport 1 2 Min. 02.07.2021
Tour de France

Van der Poel baut seinen Vorsprung aus

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Schon vor den ersten Berg-Etappen der 108. Tour der France musste der Vorjahreszweite Primoz Roglic einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

(jg/dpa) - Mathieu van der Poel (NL/Alpecin) strahlt weiter im Gelben Trikot, dem von schweren Sturzverletzungen gezeichneten Primoz Roglic (SLO/Jumbo) ging endgültig die Kraft aus. Schon vor dem Einstieg in die Alpen lieferten die Stars der 108. Tour de France ein wahres Spektakel ab, bei dem Roglic der große Verlierer war.

Der Vorjahreszweite verlor auf dem Weg nach Le Creusot fast vier Minuten auf Titelverteidiger Tadej Pogacar (SLO/Jumbo). Den Tagessieg sicherte sich Matej Mohoric (SLO/Bahrain) als Solist.

Van der Poel genügte als Teil einer zu Beginn 29 Fahrer großen Ausreißergruppe auf dem 249,1 Kilometer langen Teilstück Platz vier, um das berühmte Maillot Jaune erfolgreich zu verteidigen. Der Niederländer liegt jetzt in der Gesamtwertung 30 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert (Jumbo) und 1'49'' Minuten vor dem Dänen Kasper Asgreen (Deceuninck), die beide ebenfalls zu den Angreifern des Tages zählten.


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Es droht die nächste Ansteckungsgefahr
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Pogacar hat als Fünfter einen Rückstand von nun 3'43' auf den vierfachen Cyclocross-Weltmeister. Die Zeit des Slowenen kommt erst in den Bergen, dennoch sollte er die beiden Führenden nicht unterschätzen. Sie besitzen nun ein nicht ungefährliches Polster. Zudem wurde eines am Freitag auch ganz klar: Pogacars Team UAE-Emirates ist keine Übermannschaft. 

Roglic muss seine Hoffnungen begraben

In den Bergen wollte eigentlich auch sein Landsmann Roglic angreifen, doch am Freitag musste er bereits am Signal d'Uchon (Kat.1) abreißen lassen. Der 31-Jährige war auf der dritten Etappe schwer gestürzt, hatte sich eine Steißbeinprellung und großflächige Schürfwunden zugezogen. Bereits im Zeitfahren hatte Roglic Zeit auf Pogacar verloren, nun muss er wohl alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg begraben.

Für Primoz Roglic war es ein gebrauchter Tag.
Für Primoz Roglic war es ein gebrauchter Tag.
Foto: dpa

Vor den ersten Prüfungen in den Bergen hatte sich das Peloton darauf eingestellt, dass die Stunde der Ausreißer in der Bourgogne schlagen soll. Direkt nach dem Start folgten die Attacken, van der Poel, van Aert und Julian Alaphilippe (F/Deceuninck) fanden sich in einer Ausreißergruppe wieder. Das war dem UAE-Team von Pogacar zu riskant, zumal Alaphilippe auch in den Bergen über solide Kletterqualitäten verfügt.

Der Weltmeister wurde eingeholt und nach rund 45 Rennminuten bildete sich die Ausreißergruppe des Tages, der auch Mark Cavendish (GB/Deceuninck), Vincenzo Nibali (I/Trek) und Simon Yates (GB/BikeExchange) angehörten.


Team Jumbo Visma's Primoz Roglic of Slovenia reacts as he crosses the finish line of the 3rd stage of the 108th edition of the Tour de France cycling race, 182 km between Lorient and Pontivy, on June 28, 2021. (Photo by BENOIT TESSIER / POOL / AFP)
Roglic stürzt und verliert Zeit
Radprofi Tim Merlier hat sich im Sprint die dritte Etappe der 108. Tour de France gesichert. Das war im Ziel aber fast nur Nebensache.

UAE-Emirates versuchte die Lücke zwar zu schließen oder zumindest im vertretbaren Rahmen zu halten, allerdings betrug der maximale Vorsprung der Fluchtgruppe dann noch irgendwann acht Minuten.

Bereits gut 50 Kilometer vor dem Ziel begannen die Attacken aus der Gruppe, eine davon nutzte Mohoric erfolgreich. Im Peloton setzte Richard Carapaz (ECU) eine Attacke. Der Kletterspezialist vom Ineos-Team wollte Pogacar vor den Bergen zusätzlich unter Druck setzen, wurde allerdings kurz vor der Ziellinie wieder eingeholt.

Am Wochenende erreicht der Tour-Tross die Berge. Am Samstag müssen gleich drei Anstiege der ersten Kategorie erklommen werden, bevor es hinunter zum Ziel nach Le Grand-Bornand geht. Am Sonntag steht in Tignes die erste Bergankunft auf dem Programm.


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