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Tour de France: Van Aert darf jubeln, Alaphilippe nicht
Sport 02.09.2020

Tour de France: Van Aert darf jubeln, Alaphilippe nicht

Gegen Wout van Aert ist in Privas kein Kraut gewachsen.

Tour de France: Van Aert darf jubeln, Alaphilippe nicht

Gegen Wout van Aert ist in Privas kein Kraut gewachsen.
Foto: AFP
Sport 02.09.2020

Tour de France: Van Aert darf jubeln, Alaphilippe nicht

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Wout van Aert hat die Etappe mit Ziel in Privas gewonnen. Bob Jungels fuhr lange an der Spitze des Pelotons. Und Adam Yates ist plötzlich der neue Leader.

Wout van Aert (B) hat seine Freiheiten auf der fünften Etappe genutzt und seinem Team Jumbo-Visma den zweiten Tagessieg bei der 107. Tour de France beschert. 

Nachdem Primoz Roglic (SLO) am Dienstag die erste Bergankunft gewonnen hatte, durfte der Belgier in Privas jubeln. Van Aert ließ nach 183,5 km im Sprint auf leicht ansteigender Zielgeraden Cees Bol (NL/Sunweb) und Sam Bennett (IRL/Deceuninck) hinter sich. Peter Sagan (SVK/Bora) musste als Tagesvierter sein Grünes Trikot an Bennett abgeben.


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Julian Alaphilippe (F/Deceuninck) verteidigte an einem ereignisarmen und einfachen Tag, ohne Ausreißer an der Spitze des Rennens, sein Gelbes Trikot ohne Probleme. Der Teamkollege von Bob Jungels führt die Gesamtwertung weiterhin vier Sekunden vor Adam Yates (GB/Mitchelton) an. Dritter bleibt mit sieben Sekunden Rückstand Roglic.

So sah es zumindest in den ersten Minuten nach der Ankunft aus. Doch dann kam die Siegerehrung. Und wer war der Mann im Gelben Trikot? Yates. Alaphilippe bekam von der Rennjury eine Zeitstrafe von 20'' aufgebrummt, weil er auf den letzten 20 km, genau 17,1 km vor dem Ziel, noch eine Trinkflasche von einem am Straßenrand positionierten Betreuer entgegennahm. Statt auf Rang eins zu stehen, ist er nun 16. (auf 16'').

Jungels als Lokomotive

Jungels spannte sich auf der ersten Hälfte der fünften Etappe an die Spitze des Pelotons und sorgte für das Tempo, ohne sich aber zu verausgaben. 80 km vor dem Ziel war seine Aufgabe erledigt. Die Konkurrenten durften  - recht widerwillig - übernehmen. 


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Lediglich auf den letzten Kilometern nahm das Peloton richtig Fahrt auf. Seitenwind sorgte kurzzeitig für Panik, allerdings ließen sich die Favoriten nicht überraschen. Jungels wurde rund 10 km vor dem Ziel abgehängt und fuhr letztendlich mit 3'29'' Rückstand als 109. ins Ziel.

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