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Tour de France: Pogacar stark, Pinot fällt weit zurück
Sport 2 Min. 05.09.2020

Tour de France: Pogacar stark, Pinot fällt weit zurück

Tadej Pogacar (r.), Primoz Roglic und Nairo Quintana (l.) machten den besten Eindruck.

Tour de France: Pogacar stark, Pinot fällt weit zurück

Tadej Pogacar (r.), Primoz Roglic und Nairo Quintana (l.) machten den besten Eindruck.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 05.09.2020

Tour de France: Pogacar stark, Pinot fällt weit zurück

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Die erste Pyrenäenetappe der Tour de France hatte es in sich. Ein hoch gehandelter Mitfavorit verlor eine Menge Zeit, während drei Fahrer einen besonders starken Eindruck machten.

Auf der ersten Tour-de-France-Etappe im Hochgebirge haben die Favoriten erstmals die Karten auf den Tisch gelegt. Einer ist definitiv raus aus dem Kampf um den Gesamtsieg: Thibaut Pinot (F/Groupama) wurde am zweitletzten Anstieg abgehängt und verlor eine Menge Zeit. Er hat sich nie richtig von seinem Sturz auf der ersten Etappe erholt.


Team Groupama-FDJ rider France's Thibaut Pinot (C) rides during the 3rd stage of the 107th edition of the Tour de France cycling race, 198 km between Nice and Sisteron, on August 31, 2020. (Photo by Anne-Christine POUJOULAT / AFP)
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Die achte Etappe führte am Samstag durch die Pyrenäen. Dabei wurden nach dem Col de Menté am Ende nacheinander die schweren Anstiege des Port de Balès und Col de Peyresourde bewältigt. Anschließend ging es noch gut elf Kilometer bergab ins Ziel. 

Schon am Port de Balès, 43 km vor dem Ziel, wurde Pinot abgehängt - genau wie Bob Jungels (Deceuninck), der den Rest der Etappe in der gleichen Gruppe wie Pinot fuhr. Sie hatten mehr als 25 Minuten Rückstand auf den Tagessieger und knapp 20 Minuten auf die ersten Favoriten. „Ich hatte richtig starke Rückenschmerzen“, sagte Pinot niedergeschlagen, „Das ist ein Wendepunkt in meiner Karriere.“

Am Schlussanstieg erfolgten Attacken der Favoriten. Vor allem Tadej Pogacar (SLO/Emirates) war sehr aktiv und griff mehrmals an. Er hatte im Ziel 40'' Vorsprung auf die Favoritengruppe um Primoz Roglic (SLO/Jumbo) und Nairo Quintana (COL/Arkéa). Pogacar hatte erst am Vortag wegen der Windkanten 1'21'' verloren.

Nans Peters holt den Etappensieg als Ausreißer.
Nans Peters holt den Etappensieg als Ausreißer.
Foto: AFP

Buchmann verliert Zeit

Roglic und Quintana machten auf dem Schlussanstieg neben Pogacar den besten Eindruck, zogen ihre Antritte anders als der junge Slowene aber nicht durch. Vor allem bei Roglic hatte man den Eindruck, als wolle er noch nicht alles geben, um das Gelbe Trikot bereits jetzt zu übernehmen. So schafften es andere Konkurrenten wie Titelverteidiger Egan Bernal (COL/Ineos) und der Gesamtführende Adam Yates (GB/Mitchelton) immer wieder, heranzukommen.


Team Jumbo rider Slovenia's Primoz Roglic (R) speaks with Team UAE Emirates rider Slovenia's Tadej Pogacar during the 1st stage of the 107th edition of the Tour de France cycling race, 156 km between Nice and Nice, on August 29, 2020. (Photo by Anne-Christine POUJOULAT / AFP)
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Neben Pinot muss wohl auch der Deutsche Emanuel Buchmann (Bora) Abschied vom Traum des Gesamtsieges nehmen. Er verlor mehr als eine Minute auf die anderen Favoriten. Tom Dumoulin (NL/Jumbo) lag sogar mehr als zwei Minuten zurück.

Den Etappensieg holte sich ein Ausreißer. Nans Peters (F/Ag2r) setzte sich mit knapp 50'' Vorsprung auf Tom Skujins (LAT/Trek) und Carlos Verona (E/Movistar) durch. Yates ist weiterhin Gesamtführender mit 3'' Vorsprung auf Roglic und 9'' auf Guillaume Martin (F/Cofidis).

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