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Tour de France ohne Jungels
Sport 2 Min. 08.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Tour de France ohne Jungels

Bob Jungels bei einer Trainingsfahrt am Dienstag mit Teamkollege Julian Alaphilippe (l.).

Tour de France ohne Jungels

Bob Jungels bei einer Trainingsfahrt am Dienstag mit Teamkollege Julian Alaphilippe (l.).
Foto: Serge Waldbillig
Sport 2 Min. 08.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Tour de France ohne Jungels

Radprofi Bob Jungels wird die Frühjahrsklassiker auf belgischem Kopfsteinpflaster bestreiten. Ein Start bei der Tour de France ist nicht geplant.

(jg/DW) - Der Rennkalender von Radprofi Bob Jungels nimmt weiter Formen an. Bei der offiziellen Teampräsentation von Deceuninck-Quick-Step im spanischen Calpe überraschte der Luxemburger Meister am Dienstag mit der Tatsache, dass er  einige der Frühjahrsklassiker auf den Kopfsteinpflastern bestreiten wird.

"Ich will dorthin zurück, wo ich als Jugendlicher gute Ergebnisse erzielt hatte", kündigte Jungels an. Das bedeutet: Auf zu den Pavés! Der 26-Jährige bestreitet zunächst den Omloop Het Nieuwsblad (2. März) und vielleicht Kuurne-Brüssel-Kuurne (3. März). Hinzu kommen einige andere Halbklassiker in Belgien, schließlich will es Jungels in die Auswahl für die Flandern-Rundfahrt (7. April) schaffen, auch wenn er weiß, dass die Konkurrenz im Team bärenstark ist.

Zdenek Stybar (CZE), Yves Lampaert (B), Bob Jungels, Enric Mas (E), Philippe Gilbert (B) und Julian Alaphilippe (F) bei der offiziellen Teamvorstellung.
Zdenek Stybar (CZE), Yves Lampaert (B), Bob Jungels, Enric Mas (E), Philippe Gilbert (B) und Julian Alaphilippe (F) bei der offiziellen Teamvorstellung.
Foto: Serge Waldbillig

Wohl eher keine Ardennenklassiker

Jungels beginnt seine Saison bei der Kolumbien-Rundfahrt (12. bis 17. Februar). Auch Paris-Nice (10. bis 17. März) steht im Rennplan des 26-Jährigen, der deswegen auf die zur selben Zeit stattfindende Rundfahrt Tirreno-Adriatico verzichtet. "Paris-Nice ist ein erstes großes Saisonziel. Dort will ich mit guten Leistungen überzeugen. Ich konnte bereits erkennen, dass mir dieses Rennen gut liegt", sagte er am Dienstag im Interview.

Danach stehen die beiden belgischen Eintagesrennen Bruges-De Panne (27. März) und Dwaars door Vlanderen (3. April) an. Bei Gent-Wevelgem (31. März) und der E3 BinckBank Classic (29. März) wird er hingegen wahrscheinlich fehlen.

Ob die Ardennenklassiker mit Liège-Bastogne-Liège in der Rennplanung von Jungels ihren Platz finden, ist fraglich. Jungels hält sich noch bedeckt: "Mein Programm steht bis zur Flandern-Rundfahrt. Dann ziehen wir eine Bilanz und passen uns vielleicht an. Ich muss schauen, wie ich einen Start in Liège, einen Lehrgang vor der Italien-Rundfahrt und eine Ruhepause unter einen Hut bekomme." Der 26-Jährige ergänzt: "Vielleicht schaffe ich es bei der Tour des Flandres nichts ins Team. Dann bieten sich mir andere Möglichkeiten."

Ich möchte nicht einfach nur bei der Frankreich-Rundfahrt am Start sein,  um dabei zu sein.

Die Italien-Rundfahrt ist ein großes Ziel. "Mir gefällt der Wettkampf einfach, genau wie das Ambiente. Ich fühle mich dort wohl und die Streckenführung mit den drei zu absolvierenden Zeitfahren gefällt mir in diesem Jahr natürlich besonders gut", erklärt Luxemburgs Landesmeister, der es bei der ersten dreiwöchigen Rundfahrt des Jahres immerhin bereits zwei Mal in die Top Ten der Schlusswertung schaffte.

Ein Start bei der Tour de France ist hingegen nicht geplant. Jungels gibt sich resolut: "Nein dort wird man mich nicht sehen. Ich fahre den Giro und dieses Rennen liegt mir besser. Ich möchte nicht einfach nur bei der Frankreich-Rundfahrt am Start sein, um dabei zu sein. Eine solche Einstellung entspricht nicht meinem Naturell."


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