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Tour de France: Mitfavoriten lassen sich überraschen
Sport 04.09.2020

Tour de France: Mitfavoriten lassen sich überraschen

Das Team Bora-hansgrohe machte von Beginn an ernst.

Tour de France: Mitfavoriten lassen sich überraschen

Das Team Bora-hansgrohe machte von Beginn an ernst.
Foto: AFP
Sport 04.09.2020

Tour de France: Mitfavoriten lassen sich überraschen

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Die siebte Etappe war spektakulär. Das Tempo war extrem hoch. Es kam zu Zeitabständen. Auch ein paar Mitfavoriten büßten Zeit ein.

Die siebte Etappe der 107. Tour de France hatte es in sich: Die Mannschaft Bora-hansgrohe und der herrschende Seitenwind auf den letzten rund 40 Kilometern machten den Abschnitt von Millau nach Lavaur richtig anspruchsvoll. Eine klassische Transitionsetappe war es nicht. Viele Sprinter mussten bereits nach wenigen Kilometern erkennen, dass sie nichts mit dem Ausgang der Etappe zu tun haben würden. Auch einige Klassementfahrer erreichten das Ziel mit Rückstand.


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Die Entscheidung fiel auf den letzten Metern im Sprint einer rund 50 Mann großen Gruppe. Es siegte letztendlich Wout van Aert (B/Jumbo) vor Edvald Boasson Hagen (N/NTT) und Bryan Coquard (F/B&B Hotels).

Nicht in der ersten Gruppe dabei waren Bauke Mollema (NL), Richie Porte (AUS/beide Trek-Segafredo), Tadej Pogacar (SLO/Emirates), Mikel Landa (E/Bahrain) und Esteban Chaves (COL/Mitchelton). Diese Fahrer fuhren in Lavaur in einer zweiten Gruppe mit 1'21'' Rückstand ins Ziel, weil sie sich in der entscheidenden Phase vom Wind überraschen ließen. 

Jungels arbeitet vergeblich

Bob Jungels erreicht das Ziel mit knapp einer Viertelstunde Rückstand. Weil Deceuninck-Sprinter Sam Bennett (IRL) auf den ersten Kilometern abgehängt wurde, nachdem Bora-hansgrohe von Beginn an aufs Gaspedal drückte, versuchte der Luxemburger die Lücke zur ersten Gruppe zu schließen. Doch diese Aufgabe erwies sich als zu schwer, denn an der Spitze beruhigte sich das Tempo nicht mehr. Schnell war die Etappe für die Hälfte des Pelotons gelaufen.

Adam Yates (GB/Mitchelton) war aufmerksam. Er erreichte das Ziel mit den Schnellsten und verteidigte somit das Gelbe Trikot. Primoz Roglic (SLO/Jumbo) bleibt Zweiter. Neuer Dritter ist der Franzose Guillaume Martin (Cofidis).

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