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Tour-Aus rückt näher: Dauphiné abgesagt
Sport 01.04.2020

Tour-Aus rückt näher: Dauphiné abgesagt

Die Tour de France ist bei den Radsportfans extrem beliebt.

Tour-Aus rückt näher: Dauphiné abgesagt

Die Tour de France ist bei den Radsportfans extrem beliebt.
Foto: AFP
Sport 01.04.2020

Tour-Aus rückt näher: Dauphiné abgesagt

Die Tour de France steht mittleweile fast ganz alleine da: Im Radsportkalender wird das nächste große Rennen wegen der Corona-Krise abgesagt.

Die Verschiebung der Tour de France (27. Juni bis 19. Juli) aufgrund der Coronakrise rückt immer näher. Am Mittwoch wurde der Tour-Härtetest Critérium du Dauphiné in Frankreich wegen der Pandemie abgesagt. Die 72. Auflage war für den Zeitraum von 31. Mai bis 7. Juni angesetzt. Die achttägige Dauphiné gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf die Tour.

Geraint Thomas und der Franzose Julian Alaphilippe (r.) werden sich dieses Jahr nicht bei der Tour de France messen.
Geraint Thomas und der Franzose Julian Alaphilippe (r.) werden sich dieses Jahr nicht bei der Tour de France messen.
Foto: dpa

Im vergangenen Jahr blieb die Dauphiné vor allem wegen des viermaligen Tour-Siegers Christopher Froome in Erinnerung. Der Brite hatte bei einem Unfall während der Zeitfahrbesichtigung beim Critérium in Frankreich schwerwiegende Verletzungen erlitten. Aufgrund mehrerer Knochenbrüche lag er zwischenzeitlich auf der Intensivstation.

Dass der Grand Départ der Tour am 27. Juni in Nice stattfindet, wird aufgrund der Absage der Dauphiné angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus immer unwahrscheinlicher. Die Tour de France war seit ihrer Premiere 1903 nur während der beiden Weltkriege ausgefallen. Zuletzt war die Fernfahrt Paris-Nice, die ebenfalls von den Tour-Organisatoren ASO veranstaltet wird, als "Geisterrennen light" bis zu ihrem Abbruch gefahren worden. Dabei war zwar nicht der Großteil der Strecke, sehr wohl aber Start- und Zielbereich gesperrt gewesen.


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Eine "Geistertour" ist eine von mehreren von den Organisatoren angedachten Möglichkeiten. Tour-Sieger Egan Bernal macht sich hingegen für eine Verschiebung stark, andere würden zum Schutz der Allgemeinheit eine komplette Absage in Kauf nehmen.

"Es wäre eine Katastrophe, wenn die Tour nicht gefahren oder erstmal abgesagt wird", sagte der deutsche Radprofi Emanuel Buchmann. Fahrer wie Buchmann, der in diesem Sommer nach dem vierten Platz im Vorjahr auf das Tour-Podest fahren wollte, müssten die ohnehin stark beeinträchtigte Saison fast ganz abschreiben. Die Mitarbeiter träfe es noch härter. Wird die Tour abgesagt, "würde das einige Leute arbeitslos machen", sagte der britische Ex-Sieger Geraint Thomas.

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