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"Teufelskerl" Zverev erklimmt den Tennisolymp
Sport 2 Min. 01.08.2021
Goldmedaille in Tokio

"Teufelskerl" Zverev erklimmt den Tennisolymp

Nach dem Matchball wird Alexander Zverev von seinen Gefühlen überwältigt.
Goldmedaille in Tokio

"Teufelskerl" Zverev erklimmt den Tennisolymp

Nach dem Matchball wird Alexander Zverev von seinen Gefühlen überwältigt.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 01.08.2021
Goldmedaille in Tokio

"Teufelskerl" Zverev erklimmt den Tennisolymp

Alexander Zverev gewinnt bei den Olympischen Spielen Gold im Männereinzel - als erster Deutscher. Es ist der größte Erfolg seiner Karriere.

(SID) - Als er am Ziel seiner Träume angelangt war, fiel Alexander Zverev wie in Zeitlupe auf die Knie und schlug ergriffen die Hände vors Gesicht. Dann schossen ihm Siegertränen in die Augen. Mit der Nervenstärke und Dominanz eines Champions erklomm der 24-Jährige den Tennisolymp, als erster Deutscher holte er Gold im Männereinzel. Durch das 6:3, 6:1 im Finale gegen Karen Khachanov (ROC) bescherte er „Team D“ zudem den vierten Olympiasieg in Tokio.

Nach dem sensationellen Halbfinalerfolg über den großen Topfavoriten Novak Djokovic (SER) schenkte der Weltranglistenfünfte dem deutschen Tennis die nächste Sternstunde. Als einzige Deutsche hatte zuvor Steffi Graf 1988 in Seoul Einzelgold gewonnen, im Männereinzel übertrumpfte er Tommy Haas' Silbermedaille 2000 in Sydney.

Zverev war als großer Favorit in den Showdown um Gold gegangen - doch dass dies kein Match wie jedes andere war, ließ er sogar seine Liebsten spüren. „Er hat gestern unsere Eltern angerufen und gesagt, dass er das Handy ausmacht und sich nach dem Finale wieder meldet“, erzählte sein Bruder Mischa bei Eurosport: „Er macht normalerweise nie das Handy aus und das zeigt auch, wie wichtig ihm das Finale ist.“

Mit einem breiten Lächeln und demonstrativ locker betrat Zverev dann den Centre Court im Ariake Tennis Park - diesmal sollte alles anders werden als noch bei seinem letzten großen Finale, als der Druck zu groß wurde. Im vergangenen Jahr schrammte er trotz 2:0-Satzführung bei den US Open an seinem ersten Grand-Slam-Titel vorbei. An dieser Enttäuschung hatte er lange zu knabbern, doch sie regte seinen Hunger nach großen Siegen nur noch mehr an.

Der Russe Karen Khachanov hat im Finale kaum eine Chance.
Der Russe Karen Khachanov hat im Finale kaum eine Chance.
Foto: AFP

Und das merkte auch Khachanov direkt. Zverev nahm die Bälle früh und zwang den Weltranglisten-25., gegen den er die vergangenen beiden Duelle glatt verloren hatte, mit druckvollen Schlägen regelrecht zu Fehlern und belohnte sich mit dem frühen Break zum 2:1. Zwar war der Aufschlag zunächst nicht ganz so dominant wie die Runden zuvor, doch nach 43 Minuten brachte er Satz eins mit einem weiteren Break sicher ins Ziel.

Selbst bei Deutschlands Tennisikone Boris Becker hatte Zverev nach seinem fulminanten Sieg gegen den Weltranglistenersten Djokovic, dessen Träume vom Golden Slam er zerstörte, riesige Begeisterung ausgelöst. Als „Teufelskerl“ bezeichnete er ihn in einer Grußbotschaft via Eurosport.


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Hochfokussiert führte Zverev diesen Auftrag im zweiten Satz fort. „Sascha ist auf einer Mission“, sagte sein Bruder Mischa. Auch Khachanov wirkte beeindruckt, und die deutsche Nummer eins packte erbarmungslos zu. Mit einem krachenden Rückhandwinner nahm Zverev dem Russen erneut den Aufschlag ab, begleitet von einem gewaltigen Jubelschrei. Die Weichen waren endgültig auf Sieg gestellt, mit großer Wucht und viel Herz ließ er nichts mehr anbrennen.

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