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Sturm auf das Kapitol: Kritik aus dem US-Sport
Sport 1 2 Min. 07.01.2021

Sturm auf das Kapitol: Kritik aus dem US-Sport

Basketball-Trainer Doc Rivers ist mit seiner Mannschaft Philadelphia selbst in Washington, als es zu den Unruhen kommt.

Sturm auf das Kapitol: Kritik aus dem US-Sport

Basketball-Trainer Doc Rivers ist mit seiner Mannschaft Philadelphia selbst in Washington, als es zu den Unruhen kommt.
Foto: AFP
Sport 1 2 Min. 07.01.2021

Sturm auf das Kapitol: Kritik aus dem US-Sport

In den USA reagieren Sportler und Trainer auf die Ereignisse in Washington, wo das Kapitol gestürmt wurde.

(dpa) - US-Sportler haben entsetzt auf den Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington reagiert und eine offensichtliche Ungleichbehandlung angeprangert.

Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Sommer wegen der Demonstrationen unter dem Motto „Black Lives Matter“ habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, sagte der Trainer der Philadelphia 76ers, Doc Rivers, vor dem Heimspiel gegen die Washington Wizards. „Das ist in vielerlei Hinsicht ein Beweis für ein privilegiertes Leben“, meinte der NBA-Trainer.


Trump supporters clash with police and security forces as they storm the US Capitol in Washington, DC on January 6, 2021. - Donald Trump's supporters stormed a session of Congress held today, January 6, to certify Joe Biden's election win, triggering unprecedented chaos and violence at the heart of American democracy and accusations the president was attempting a coup. (Photo by Olivier DOULIERY / AFP)
US-Kongress erstürmt - fünf Tote
Proteste von Anhängern des abgewählten Präsidenten Trump arten in Gewalt aus. Erst nach Stunden voller Chaos kommt der Kongress wieder zusammen.

„Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt hätten?“, fragte Rivers. „Keine Polizeihunde, die gegen Menschen eingesetzt wurden, keine Schlagstöcke, die Menschen treffen. Leute, die friedlich aus dem Kapitol eskortiert werden. Also zeigt das, dass man eine Menge auch friedlich auflösen kann.“

Unser Land wird in der ganzen Welt ausgelacht.

Orlando-Magic-Trainer Steve Clifford

Der Trainer der Orlando Magic, Steve Clifford, sagte: „Unser Land wird in der ganzen Welt ausgelacht. Angefangen damit, wie wir mit der Pandemie umgegangen sind, bis zu dem jetzt (...) es ist ein trauriger Tag für jeden.“

Die wütenden Anhänger von Donald Trump sorgen für Chaos.
Die wütenden Anhänger von Donald Trump sorgen für Chaos.
Foto: AFP

Die Basketball-Profis der Boston Celtics von Vizemeister Miami Heat knieten beim Abspielen der Nationalhymne vor der Partie. Zudem veröffentlichten die Spieler eine gemeinsame Stellungnahme. „Der drastische Unterschied zwischen dem Weg, wie Demonstranten im vergangenen Frühjahr und Sommer behandelt wurden, und der Ermunterung für die Demonstranten, die illegal gehandelt haben, zeigt, wie viel mehr Arbeit wir zu erledigen haben“, hieß es.

Die Spieler der Milwaukee Bucks und der Detroit Pistons gingen nach dem Sprungball auf ein Knie und wiederholten die Geste nach dem Wechsel des Ballbesitzes ein zweites Mal. Die Phoenix Suns und die Toronto Raptors hakten sich bei der Hymne in einem großen Kreis unter, vor dem Duell der Golden State Warriors mit den Los Angeles Clippers gingen die Teams ebenfalls auf ein Knie.

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US-Fußballerin Megan Rapinoe und die Turnerin Simone Biles teilten mehrere Tweets, die das Verhalten der Sicherheitskräfte im Vergleich zu deren Umgang mit den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt kritisierten. Der Quarterback der Seattle Seahawks, Russell Wilson, appellierte, die USA „müssten als Nation zusammenkommen“.

Der Angriff auf das Kapitol war erfolgt, nachdem der noch amtierende US-Präsident Trump bei einem Auftritt vor seinen Anhängern dazu ermutigt hatte, zum Parlamentssitz zu marschieren - allerdings friedlich.

Dort sollte der Kongress die Ergebnisse der Präsidentenwahl zertifizieren, bei der Trump dem Demokraten Joe Biden unterlegen war. Trump behauptet, er sei durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden. Dafür gibt es keine Beweise.

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