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Stoch erneut nicht zu schlagen
Sport 01.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Zweites Springen der Vierschanzentournee

Stoch erneut nicht zu schlagen

Kamil Stoch für die Tournee-Gesamtwertung an.
Zweites Springen der Vierschanzentournee

Stoch erneut nicht zu schlagen

Kamil Stoch für die Tournee-Gesamtwertung an.
Foto: AFP
Sport 01.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Zweites Springen der Vierschanzentournee

Stoch erneut nicht zu schlagen

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Trotz eines überragenden zweiten Sprungs reicht es für Richard Freitag auch in Garmisch nur zu Rang zwei. Besser ist erneut nur der Pole Stoch, der nach Oberstdorf wieder einmal gewinnt. Die Tournee spitzt sich immer mehr auf einen Zweikampf der Beiden zu.

(dpa) - Richard Freitag (D) hat seine Ambitionen auf den ersehnten Tournee-Gesamtsieg mit einem weiteren Podestplatz untermauert, bei seinem zweiten Rang aber erneut Punkte auf den überragend aufgelegten Kamil Stoch (PL) verloren. Freitag schaffte es beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen am Montag auf Rang zwei, landete dabei aber 7,6 Punkte hinter Stoch, der bereits in Oberstdorf gewonnen hatte. „Grundsätzlich ist alles offen. Es ist immer alles drin. Ich bin doch schon sehr happy“, sagte Freitag.

Freitag sprang im zweiten Durchgang bei Rückenwindverhältnissen auf 137 m und schaffte es damit noch vom siebten Rang auf das Podest. Für Olympiasieger und Titelverteidiger Stoch reichte es aber wieder nicht: Der Pole sprang als Führender im zweiten Durchgang auf die Tagesbestweite von 139,5 m und untermauerte damit seine Extrklasse. „Man muss den Hut ziehen, wie Kamil das gemacht hat“, gab Freitag zu.

Kraft verpasst zweiten Durchgang

Vor den letzten beiden Athleten, darunter Stoch, mussten die Veranstalter eine zehnminütige Pause einlegen, um den Besten des ersten Durchgangs faire Bedingungen zu gewährleisten. „Ich denke, wir haben eine gute Position“, befand der deutsche Bundestrainer Werner Schuster im ZDF vor allem über seinen derzeitigen Top-Schützling Freitag, der vor dem dritten Wettkampf in Innsbruck am Donnerstag nun 11,8 Punkte (ungefähr 6,5 m) hinter Stoch liegt und die restliche Konkurrenz schon um ein ordentliches Stück distanziert hat. Dritter wurde am Montag der Norweger Anders Fannemel.

Desolat lief es für die Österreicher. Weltcup-Rekordgewinner Gregor  Schlierenzauer wurde als 19. bester ÖSV-Adler. Die Hoffnungen auf einen Gesamtsieg, der zwischen 2009 und 2015 ausschließlich an Österreicher ging, muss das Team von Trainer Heinz Kuttin bereits zur Tournee-Hälfte aufgeben. „Ich bin leider ein bisschen ratlos. Das ist sehr, sehr bitter“, sagte Doppel-Weltmeister Stefan Kraft, der als Mitfavorit und Oberstdorf-Vierter nicht einmal den zweiten Durchgang in Garmisch-Partenkirchen erreichte.


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