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Stacchiotti bricht Zelte in Marseille ab
Sport 17.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach eineinhalb Jahren

Stacchiotti bricht Zelte in Marseille ab

Raphaël Stacchiotti sucht in Luxemburg wieder neuen Aufschwung für seine Karriere als Schwimmer.
Nach eineinhalb Jahren

Stacchiotti bricht Zelte in Marseille ab

Raphaël Stacchiotti sucht in Luxemburg wieder neuen Aufschwung für seine Karriere als Schwimmer.
Fabrizio Munisso
Sport 17.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach eineinhalb Jahren

Stacchiotti bricht Zelte in Marseille ab

Raphaël Stacchiotti hat das Kapitel Marseille beendet und die Reißleine gezogen. Künftig wird der 23-Jährige wieder in Luxemburg unter der Leitung von Nationaltrainer Ingolf Bender trainieren.

(mz) – Für Raphaël Stacchiotti ist das Kapitel Marseille beendet. Der 23-Jährige hat nach eineinhalb Jahren seine Zelte in Marseille abgebrochen und ist nach Luxemburg zurückgekehrt, wo er sich wieder unter die Fittiche von Nationaltrainer Ingolf Bender begibt. In Luxemburg hofft er, wieder an sein altes Leistungspotenzial anknüpfen zu können und somit die Qualifikation für seine dritten Olympischen Spiele unter Dach und Fach zu bringen.

Im September 2013 wagte Stacchiotti nach bestandenem Abitur den Sprung nach Marseille, wo er sich dem „Cercle des Nageurs de Marseille“ anschloss, um dort unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Von diesem Wechsel hatte sich Stacchiotti viel erhofft, doch bis dato sollten die Top-Resultate ausbleiben. So kam er bei der EM in Berlin im August des vergangenen Jahres nicht annähernd an seine Bestleistungen heran, der Sprung in ein Halbfinale blieb aus. Die Enttäuschung war natürlich riesengroß, doch übte er sich stets in Geduld, müsse er sich dem Trainingsrhythmus und den Gegebenheiten in Marseille erst anpassen. 

Stacchiotti spürte sich stets müde

Die Ergebnisse bei der WM in Doha (QAT) im Dezember ließen auf eine Trendwende hoffen – immerhin stellte er über 100 m Rücken (53''79) und 200 m Lagen (1'56''11) neue Landesrekorde auf -, allerdings scheint ihm die Geduld nun endgültig abhanden gekommen zu sein. Ausschlaggebend werden wohl die rezenten Ergebnisse des Wettkampfes in Marseille vor eineinhalb Wochen gewesen sein, wo er erneut nicht überzeugen konnte und deutlich unter seiner Bestform blieb.

Zudem spürte sich der Lagenspezialist stets müde. Und auch wenn es noch einige Zeit bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hin ist, so drängt die Zeit doch irgendwie. Denn es gilt sich für diesen Höhepunkt erst einmal zu qualifizieren. An die Qualifikationszeit von 2'00''28 kam er in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht annähernd heran. Stacchiotti will also im Hinblick auf seine dritten Olympischen Spiele nichts mehr dem Zufall überlassen und ist nun dorthin zurückgekehrt, wo er seine zwei vorherigen Teilnahmen perfekt machte, nämlich nach Luxemburg.


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