Sportlergala

Die Crème de la Crème des Luxemburger Sports

(jot) - Am Donnerstagabend fällt in der Coque auf der Sportlergala die Entscheidung, wer die besten Luxemburger Sportler des Jahres 2017 waren. Bei den Männern besitzt Tennisspieler Gilles Muller gute Chancen, seine eigene Nachfolge anzutreten und damit zum vierten Mal in Folge Luxemburgs Sportler des Jahres zu werden.

Die Kandidaten zum Sportler des Jahres

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Bob Jungels war noch nie Luxemburgs Sportler des Jahres. Für den 25-Jährigen wird es auch in diesem Jahr schwer, sich in die Siegerliste einzuschreiben. Dies hat weniger damit zu tun, dass Jungels in dieser Saison nicht überzeugt hat. Im Gegenteil: Der Radprofi gewann im Mai beim Giro d'Italia eine Etappe und belegte den achten Rang in der Gesamtwertung. Zudem sicherte er sich das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Auch wenn er in den vergangenen Jahren seine Kletterqualitäten deutlich verbessert hat, bleibt er ein ausgezeichneter Zeitfahrer. Im WM-Zeitfahren im September im norwegischen Bergen verpasste er die Top Ten nur knapp und landete auf Rang elf. Die Resultate von Jungels können sich definitiv sehen lassen.

Doch der Radprofi sieht sich einem riesigen Konkurrenten ausgesetzt: Gilles Muller. Der Tennisprofi hat in diesem Jahr seine ersten beiden Turniersiege auf der ATP-Tour gefeiert. Sowohl in Sydney im Januar als auch im Juni in 's-Hertogenbosch war der Linkshänder nicht zu schlagen. Überstrahlt wurden diese beiden Siege allerdings noch vom ausgezeichneten Auftritt von "Mulles" in Wimbledon. Dort war erst im Viertelfinale Endstation.

Majerus als klare Favoritin

Bei den Frauen wäre alles andere als ein Sieg von Radprofi Christine Majerus eine riesige Überraschung.  Bei der Cyclocross-WM in Beles im Januar hielt sie dem Druck vor heimischem Publikum stand und belegte den siebten Rang. Nie zuvor hatte eine Luxemburgerin bei einer Cyclocross-WM besser abgeschnitten. Überhaupt scheint es Majerus zu beflügeln, wenn sie vor heimischer Kulisse antritt. Die Profifahrerin des niederländischen Teams Boels-Dolmans gewann Ende April beim Festival Elsy Jacobs die erste Etappe im Sprint und sicherte sich den Sieg in der Gesamtwertung.

Die Kandidatinnen zur Sportlerin des Jahres

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Majerus fühlte sich aber auch im Ausland wohl. So belegte sie im Juni den zweiten Platz auf der letzten Etappe der OVO Energy Women's Tour in London. Ende September fuhr sie im Straßenrennen bei der WM in Bergen auf den sechsten Rang. Die 54-jährige Tischtennisspielerin Ni Xia Lian, die weiterhin internationale Spitzenklasse verkörpert, sowie Fechterin Lis Fautsch, die bei der EM den siebten Rang belegte, dürften die größten Konkurrentinnen von Majerus sein.

Enges Rennen bei den Mannschaften

Bei den Mannschaften dürfte es ein enges Rennen geben. Die Fußballteams dominieren. Die Nationalmannschaft der Männer hat sich mit ihrem torlosen Unentschieden beim Weltklasseteam aus Frankreich viel Respekt verschafft. Auch in der Weltrangliste steht sie sehr gut da. Im Sommer sorgten die beiden Vereinsteams Niederkorn und Fola für Furore. Niederkorn gelang in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League das Kunststück, das Traditionsteam der Glasgow Rangers auszuschalten. Fola überstand gleich zwei Qualifikationsrunden.

Die Kandidaten zur Mannschaft des Jahres

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Die Fußballteams sehen sich mit der Tischtennis-Nationalmannschaft der Frauen, die Titelverteidiger ist, starker Konkurrenz ausgesetzt. Ni Xia Lian und Co. belegten bei der Mannschafts-EM in der Coque den elften Platz.