Sportlergala 2017

Muller und Majerus machen's erneut

Gilles Muller und Christine Majerus verteidigten ihren Titel.
Gilles Muller und Christine Majerus verteidigten ihren Titel.
Foto: Yann Hellers

(jan) - Der 3. September in Toulouse war vermutlich das Zünglein an der Waage. Das sensationelle 0:0 der luxemburgischen Fußball-Nationalmannschaft bei Frankreichs Weltstars brachte das Team von Trainer Luc Holtz über Nacht in die Schlagzeilen der internationalen Presse. Mit Rang 84 in der Weltrangliste erzielte die Mannschaft im November außerdem eine Bestmarke.

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Nun bekommt die FLF-Auswahl ihren Lohn. Zum ersten Mal seit 2011 wurden Mutsch, Jans und Co. wieder zur Mannschaft des Jahres gewählt (494 Stimmen). Die Tischtennisfrauen, die zuvor drei Mal in Folge gewonnen hatten, müssen sich 2017 mit Rang zwei begnügen (324). Auf Rang drei folgen die Fußballer von Progrès Niederkorn (193) vor Ligakonkurrent Fola Esch (151), der Männer-Nationalmannschaft im Volleyball (136) und dem Team im Springreiten (51).

Starker Auftritt bei der WM

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Weniger überraschend gestaltete sich hingegen die Wahl bei den Frauen. Wie schon in den beiden Jahren zuvor setzte sich auch am Donnerstag in der Coque Radfahrerin Christine Majerus unangefochten gegen ihre Konkurrentinnen durch (546). Besonders ihr großer Erfolg bei der Cyclocross-WM in Beles im Januar, als sie mit Rang sieben ein für Luxemburg historisches Ergebnis erzielte, gab den Ausschlag zugunsten der 30-Jährigen.

Auf Rang zwei platzierte sich Tischtennisspielerin Ni Xia Lian (274), immer noch deutlich vor der Drittplatzierten Lis Fautsch (160). Es folgten Mandy Minella (Tennis/114), Charline Mathias (Leichtathletik/108), Jenny Warling (Karate/69), Julie Meynen (Schwimmen/57) und Charlotte Bettendorf (Springreiten/21).

Klare Sache bei den Männern

Gleichermaßen folgerichtig war am Ende die Wahl für Tennisprofi Gilles Muller. Der 34-Jährige hat in diesem Jahr seine ersten beiden Turniersiege auf der ATP-Tour gefeiert. Überstrahlt wurden diese beiden Siege allerdings noch von seinem Auftritt in Wimbledon, als er nach einem nervenaufreibenden Sieg gegen Rafael Nadal (E) erst im Viertelfinale scheiterte.

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Mit 547 Stimmen ließ der Linkshänder seinem größten Konkurrenten, Radsportler Bob Jungels (343), erneut keine Chance. Muller feierte damit den vierten Titel in Folge. Über Rang drei durfte sich am Abend Jungels' Kollege Jempy Drucker freuen (135). Es folgten Laurent Jans (Fußball/82), Kamil Rychlicki (Volleyball/43), Tom Habscheid (Leichtathletik/Parasport), Ben Gastauer (Radsport/beide 37), Flavio Giannotte (Fechten/27), Charles Grethen (18), Bob Haller (beide Leichtathletik/17), Julien Henx (Schwimmen/16), Chris Philipps (Fußball), Bob Bertemes (Leichtathletik/beide 10), Alex Kirsch (Radsport/8), Raphaël Stacchiotti (Schwimmen/7), Matthieu Osch (Ski Alpin/4), Dylan Pereira (Autosport/3), Christian Weier (Springreiten), Alain Kohl (Klippenspringen/beide 2) und Yannick Correia (Tischfußball/1).

Die weiteren Auszeichnungen:
Prix d'Honneur: Raymond Sassenrath (Schwimmen)
Prix Sport et Handicap: Romain Fiegen (Leichtathletik/Parasport)
Trophée d'Honneur féminin: Sylvie Hülsemann (Wasserski)
Trophée d'Honneur masculin: Kim Kirchen (Radsport)
Prix du Jeune Espoir féminin: Kimberly Nelting (Karate)
Prix du Jeune Espoir masculin: Peter Murphy (Shorttrack)
Prix du Public (L'Exploit de l'Année): Gilles Muller (Tennis)