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Spitzenspiel in der BGL Ligue: Das Beste kommt am Sonntag
Sport 5 Min. 09.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Spitzenspiel in der BGL Ligue: Das Beste kommt am Sonntag

Differdingen setzt auf die Treffsicherheit von Omar Er Rafik.

Spitzenspiel in der BGL Ligue: Das Beste kommt am Sonntag

Differdingen setzt auf die Treffsicherheit von Omar Er Rafik.
Foto: Ben Majerus
Sport 5 Min. 09.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Spitzenspiel in der BGL Ligue: Das Beste kommt am Sonntag

Joe TURMES
Joe TURMES
Am 21. Spieltag in der BGL Ligue liegt der Fokus auf dem Spitzenspiel zwischen F91 und Differdingen. Die Düdelinger könnten eine Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen.

(jot) - Am 21. Spieltag in der BGL Ligue liegt der Fokus auf dem Spitzenspiel zwischen F91 und Differdingen. Im Falle eines Erfolgs würden die Düdelinger ihren Konkurrenten auf vier Punkte distanzieren. Der Fusionsverein aus Differdingen lechzt jedoch nach dem ersten Meistertitel.

F91 – Differdingen

Die Topteams F91 und Differdingen, die nur durch einen Punkt getrennt sind, zeichnen sich durch eine ausgezeichnete Defensive aus. Dies wird alleine schon daran ersichtlich, dass Joubert bereits in dieser Saison in zwölf Meisterschaftsspielen ohne Gegentor geblieben ist, während die Differdinger Torhüter Julien Weber und Arnaud Schaab neun Mal bzw. ein Mal nicht hinter sich greifen mussten. Auffällig ist auch, dass beide Teams auch gegen Ende des Spiels noch einmal einen Gang höher schalten können. Beide Mannschaften erzielten in der Schlussviertelstunde bereits 14 Treffer. Von allen Statistiken einmal abgesehen wird es in erster Linie auf die Tagesform und die mentale Stärke ankommen.

Der Düdelinger Trainer Dino Toppmöller sieht seine Mannschaft gewappnet: „Druck haben wir immer, wie auch am vergangenen Sonntag in Niederkorn, als es darum ging, die Tabellenspitze zu verteidigen. Ich denke, meine Mannschaft kann mit Druck sehr gut umgehen, das hat sie bis jetzt auch gezeigt.“ Der Differdinger Präsident Fabrizio Bei ist nicht der Auffassung, dass die Begegnung die Meisterschaft entscheiden wird. „Es ist ein wichtiges Spiel, aber kein entscheidendes. Wir wollen eine gute Figur abgeben. Sollte am Ende ein Punkt stehen, wäre es fehl am Platz, mit langen Gesichtern vom Spielfeld zu gehen.“ Bei erklärt, dass er „von 
der Meisterschaft träumt“. Finanzielles Harakiri kommt jedoch nicht infrage. „Mir ist es egal, wenn Konkurrenten aufrüsten. Wir schauen auf uns. Differdingen steht für 
eine Personalplanung der Kontinuität. Dies ist das Image, das wir in der Öffentlichkeit haben wollen.“

Fola – RM Hamm Benfica

Fola hat sich nach zwei Unentschieden in Folge gegen Canach und Titus Petingen vorerst aus dem Titelkampf verabschiedet. Der Rückstand auf Tabellenführer F91 beträgt bereits sieben Punkte. „Wir haben zwar die meisten Tore aller Teams erzielt, aber wir vergeben in meinen Augen noch zu viele Gelegenheiten“, betont Rekordnationalspieler Jeff Strasser. „Zudem müssen wir zu viele Gegentreffer hinnehmen.“ Gegen RM Hamm Benfica sei nun ein Dreier Pflicht. Strasser wird sein Team nicht von der Seitenlinie aus betreuen können, nachdem er gegen Titus Petingen auf die Tribüne verwiesen worden war.

Dan Santos, der Trainer der Hauptstädter, will die Escher ärgern. „In unserer Situation gibt es keine Bonusspiele. Wir haben drei Punkte zu verlieren.“ Santos hofft, dass seine Mannschaft wieder treffsicherer wird. Man hat erst 20 Tore erzielt, davon fünf am ersten Spieltag gegen Strassen. „Wenn man unten drin steht, spielt man nicht so befreit auf.“

Niederkorn – Strassen

Zu einem wichtigen Aufeinandertreffen im Kampf um den vierten Tabellenplatz kommt es zwischen Niederkorn und Strassen. „Im ,Luxemburger Wort‘ stand zu lesen, dass es ein Schneckenrennen um Kampf vier ist. Dem kann ich nur beistimmen“, unterstreicht der Strassener Coach Patrick Grettnich. „Man muss so ehrlich sein und sich eingestehen, dass es einigen Mannschaften, inklusive meiner, etwas an Qualität fehlt. Bei uns ist das Problem, dass wir verkrampfen, wenn wichtige Spiele im Kampf um Platz vier anstehen. Warum dies so ist, kann ich schwer erklären. Ging es nämlich für uns in dieser Saison darum, wichtige Zähler in der unteren Tabellenregion zu sammeln, dann ist uns dies gelungen.“

Niederkorn hat in den vergangenen drei Spielen nur einen Punkt geholt. Am vergangenen Sonntag stimmte der Auftritt aber bei der 1:2-Niederlage gegen F91. Es gilt aus der Sicht der Heimmannschaft, an diese Leistung anzuknüpfen.

Rosport – Jeunesse

Rosport wittert nach vier Punkten aus zwei Spielen wieder Morgenluft im Kampf um den Klassenerhalt. „Auf den zuletzt gezeigten Leistung gegen Niederkorn und Strassen können wir sicherlich aufbauen. Mit demselben Engagement können wir sicherlich auch gegen Jeunesse etwas mitnehmen“, betont Trainer René Roller.

Sein gegnerisches Pendant Marc Thomé sieht keinen Grund, eine neue Nummer eins zu bestimmen. „Marc (Oberweis) bleibt im Tor, auch wenn er am Saisonende aufhören wird. Das Problem bei Frank (Devas) besteht darin, dass er im Schichtbetrieb arbeitet und deshalb manchmal nicht zur Verfügung steht.“

Käerjéng – Titus Petingen

Zu einem Südwestderby kommt es zwischen Käerjéng und Titus Petingen. Die Lokalmannschaft steht als Tabellenvorletzter besonders stark unter Druck. Es ist davon auszugehen, dass Trainer Dan Theis nach der 0:2-Niederlage in Canach einige Veränderungen in der Startelf vornehmen wird. „Ich habe den Spielern zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass für jeden die Tür offen steht. Einige haben diese Botschaft gut verstanden und im Training überzeugt.“

Gästecoach Manuel Correia richtet den Blick weiterhin nach unten, auch wenn der vierte Tabellenplatz nur drei Punkte entfernt ist. „Erst einmal gilt es, 30 Punkte zu sammeln. Wenn wir dies erreicht haben, können wir uns erlauben, nach oben zu schauen.“ Für Theis hatte er ein Kompliment übrig: „Ich kenne meinen Gegenüber sehr gut und weiß, wie er trainiert. Wenn die Spieler dieselbe Mentalität wie Dan an den Tag legen, wird es für uns eine komplizierte Aufgabe.“

Rümelingen – RFCUL

Stark in Abstiegsgefahr schwebt wie Käerjéng weiter Rümelingen. Erst 17 erzielte Treffer nach 20 Spielen sind eigentlich die Bilanz eines Absteigers. Trainer Christian Joachim ist sich des Ernsts der Situation bewusst: „Vor den Partien gegen RM Hamm Benfica und den RFCU Lëtzebuerg hatten wir uns vorgenommen, mindestens vier Punkte einzufahren. Nach dem Unentschieden bei RM Hamm Benfica wissen wir also nun, was zu tun ist. Wir müssen einen Sieg landen um uns aus der dieser brenzligen Lage zu befreien, denn anschließend müssen wir gegen die Top Drei der Tabelle antreten.“

Jacques Muller musste eine Niederlage gegen Differdingenbei seinem Comeback auf der Trainerbank des RFCU Lëtzebuerg hinnehmen. „Wir wurden vom Schiedsrichter bestraft“, hadert er. „Ich habe viele gute Ansätze gesehen. Es gibt keinen Grund, viel zu wechseln.“

Mondorf – Canach

Canach ist auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. In den vergangenen drei Spielen wurden sieben Punkte geholt. „Wir befinden uns momentan in einer guten Phase und haben genügend Selbstvertrauen. Jetzt gilt es unsere Serie weiterzuführen und mindestens einen Punkt aus Mondorf mit nach Hause zu nehmen“, betont Trainer Patrick Maurer.

Die Lokalmannschaft aus Mondorf ist das Überraschungsteam der Saison. Plötzlich ist sogar der vierte Tabellenplatz in Reichweite. Gegen Canach wollen Mutuale und Co. erneut mit ihrer Geschlossenheit überzeugen.

Programm

Am Sonntag:

16.00: F91 – Differdingen

16.00: Rosport – Jeunesse

16.00: Rümelingen – RFCUL

16.00: Käerjéng – Titus Petingen

16.00: Fola – RM Hamm Benfica

16.00: Niederkorn – Strassen

16.00: Mondorf – Canach



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