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So möchte Dan Kersch ehrenamtliche Helfer motivieren
Sport 2 Min. 06.10.2021
Reform

So möchte Dan Kersch ehrenamtliche Helfer motivieren

Dan Kersch: "Ich gehe fest davon aus, dass wir noch vor Jahresende das neue Sportgesetz vorlegen."
Reform

So möchte Dan Kersch ehrenamtliche Helfer motivieren

Dan Kersch: "Ich gehe fest davon aus, dass wir noch vor Jahresende das neue Sportgesetz vorlegen."
Foto: Stéphane Guillaume
Sport 2 Min. 06.10.2021
Reform

So möchte Dan Kersch ehrenamtliche Helfer motivieren

Andrea WIMMER
Andrea WIMMER
Sportminister Dan Kersch will den Mangel an freiwilligen Helfern mit einigen Maßnahmen bekämpfen.

Ohne sie wäre der Luxemburger Sport kaum denkbar. Die vielen Freiwilligen halten den Betrieb am Laufen. Sportlerinnen und Sportler sorgen zwar für Siege und Punkte. Aber die ehrenamtlichen Helfer schaffen die Voraussetzungen dafür. Sportminister Dan Kersch möchte das Benevolat aufwerten – auch im Rahmen der Reform des Sporturlaubs.

„Ich gehe fest davon aus, dass wir noch vor Jahresende das neue Sportgesetz vorlegen. Darin wird auch der Congé Sportif für Ehrenamtliche ausgebaut“, sagte Kersch am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Sportministerium. 

Bislang habe es dies auf Verbandsebene für die Begleitung zu internationalen Wettkämpfen gegeben. Nun soll der Sporturlaub auch für Ehrenamtliche in Vereinen möglich werden. Details dazu wurden nicht bekannt.

„Du bass de Veräin. Gëff Benevole“, lautet der Name der neuen Kampagne.
„Du bass de Veräin. Gëff Benevole“, lautet der Name der neuen Kampagne.
Foto: MSP

Eine neue Kampagne, um die Arbeit der Freiwilligen in den Fokus zu stellen, wurde ebenfalls vorgestellt. „Du bass de Veräin. Gëff Benevole“, so lautet ihr Name. Sie folgt auf die vor zehn Jahren lancierte Aktion „Benevole am Sport – Mir brauchen dech“.

Zwölf Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Bereichen werden dabei in den nächsten Monaten in den Medien vorgestellt. Die Arbeit der Freiwilligen solle aufgewertet werden, zudem wolle man Neulinge für das Ehrenamt begeistern.

Ohne Freiwillige würde im Sport nicht viel funktionieren.

Dan Kersch

„Ohne Freiwillige würde im Sport nicht viel funktionieren. Man kann den bestbezahlten Trainer der Welt haben – wenn die Ehrenamtlichen rundherum nicht die Arbeit leisten, die das Vereinsleben ausmacht, können Sportwettbewerbe nicht stattfinden“, sagte Kersch.

Integrationsmöglichkeit

Darum sei es so wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die allgemeine Tendenz in der Gesellschaft, sich immer weniger zu engagieren, aufhalten könne. „Das hat weniger mit dem Sport zu tun, sondern mit einer gesellschaftlichen Entwicklung. Wir möchten das etwas aufbrechen und den Gemeinschaftsgedanken in den Vordergrund stellen.“

Man wolle die Menschen langfristig motivieren. Wichtig sei auch, dass ehrenamtliches Engagement eine Integrationsmöglichkeit für Menschen mit Migrationshintergrund darstelle.

Freiwilige Helfer werden nicht nur bei Großevents benötigt.
Freiwilige Helfer werden nicht nur bei Großevents benötigt.
Foto: Luc Ewen

Aufwerten will das Sportministerium, dessen Budget den Angaben zufolge seit 2019 um 25 Prozent gestiegen ist, das Benevolat zudem mit der Ausweitung der Aktion „Freiwillige des Jahres“. Anstatt wie bisher die ersten Drei sollen künftig alle ehrenamtlichen Helfer belohnt werden, die von den Vereinen gemeldet werden. Sie sollen ein Jahresabonnement für die Einrichtungen der Coque erhalten.


Politik, Pk, Nadine Welter,  Dan Kersch, Tom Oswald, Bob Greis, chômage partiel, harcèlement, droit à la déconnexion,   Foto: Luxemburger Wort/Anouk Antony
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Inwiefern die Befürchtungen tatsächlich eingetreten sind, ist derzeit unklar. Man höre Unterschiedliches aus den Vereinen, so Kersch. Es gebe beispielsweise auch den umgekehrten Fall, dass sich Menschen nun erst recht engagieren. 

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