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SkodaTour: Zurück zu alter Größe
Sport 3 Min. 25.08.2020 Aus unserem online-Archiv

SkodaTour: Zurück zu alter Größe

Jesus Herrada gewann die SkodaTour 2019.

SkodaTour: Zurück zu alter Größe

Jesus Herrada gewann die SkodaTour 2019.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 3 Min. 25.08.2020 Aus unserem online-Archiv

SkodaTour: Zurück zu alter Größe

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Die SkodaTour de Luxembourg findet im September statt - in deutlich größerem Rahmen als in den vergangenen Jahren. Acht WorldTour-Teams sind dabei.

Die SkodaTour de Luxembourg findet zu alter Größe zurück. Acht WorldTour-Teams werden an der 80. Luxemburg-Rundfahrt teilnehmen, die am 15. September beginnt und fünf Etappen beinhaltet. Das Rennen wird in 85 Ländern im TV gezeigt, vor allem in Südamerika „Das kam auch für uns überraschend“, so SkodaTour-Präsident Andy Schleck.

Zwei Jahre lang war kein großes Team mehr dabei, auch davor machten sie sich rar. Doch das Interesse wächst wieder. „Es hatten sich bereits vor der Corona-Krise fünf WorldTour-Teams gemeldet“, erklärt Schleck, „nach dem Lockdown wollen die Mannschaften, dass ihre Fahrer viele Rennen bestreiten. Deshalb haben sich noch drei Teams nachgemeldet“.


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24 Mannschaften mit je sechs Fahrern sind am Start der SkodaTour de Luxembourg - das absolute Maximum. „Wir wollten 19 bis 21 Teams haben, aber die Nachfrage war groß“, erklärt Schleck. Neben vielen Luxemburgern hoffen die Organisatoren auf ein paar Stars: Groupama hat Arnaud Démare (F) gemeldet, für Alpecin könnte womöglich Mathieu van der Poel (NL) antreten.

Mehr Platz benötigt

Größer, besser, hochwertiger - es wird sich einiges ändern bei der SkodaTour, die seit diesem Jahr zu den ProSeries gehört, der zweithöchsten Klasse der Radrennen. Deswegen muss die Strecke teilweise angepasst werden. Ankünfte an der knackigen Montée du Cimetière in Schifflingen oder dem Pabeierbierg in Luxemburg-Stadt sind aus logistischen Gründen nicht mehr möglich. Es wird einfach mehr Platz benötigt.

Die Teampräsentation, die bei der Coque stattfindet, wollten die Organisatoren groß aufziehen - wegen der aktuellen Krisensituation wird sie zwar stattfinden, aber in kleinerem Rahmen. Dort startet auch die erste Etappe. Es wird mit einer Tradition gebrochen: Der Prolog in Luxemburgs Altstadt wird nicht mehr ausgetragen.

Die erste Etappe endet ganz in der Nähe des Startpunkts: Von Clausen geht es über die Rue Jules-Wilhelm hinauf zum Parc de l'Europe. Das Ziel liegt ganz in der Nähe der Philharmonie und befindet sich 400 m hinter dem Gipfel der Steigung. Auch die zweite Etappe von Remich nach Hesperingen ist recht hügelig, am dritten Tag sollten die Sprinter in Erscheinung treten. 

Viele Luxemburger Fahrer

Die Königsetappe stellt das vierte Teilstück zwischen Rodange und Differdingen dar, die über 201 km und am Ende zwei Mal über den Col de l'Europe führt. „Wir wollten die Etappe extra als Vorbereitung auf die WM in der darauffolgenden Woche so lang machen“, betont Schleck. Die Welttitelkämpfe in der Schweiz wurden zwar abgesagt, doch besteht die Hoffnung, dass sie in der Toskana ausgetragen werden können.

Die fünfte Etappe endet bei der Halle Victor Hugo in Limpertsberg. Davor müssen die Fahrer drei Mal den Pabeierbierg hochfahren, dessen Gipfel sich einen Kilometer vor dem Ziel befindet.

Das neue Logo der SkodaTour de Luxembourg.
Das neue Logo der SkodaTour de Luxembourg.
Grafik: SkodaTour

Die Corona-Pandemie verändert auch einiges für die Luxemburg-Rundfahrt, da sie nun parallel zur verschobenen Tour de France stattfindet. So wird recht früh gefahren, die Etappen enden zwischen 14 und 15 Uhr. „Das werden tolle Radsporttage. Morgens und am frühen Mittag kann man sich die SkodaTour anschauen, danach die Tour de France“, freut sich Schleck. Zwischen Fans und Fahrern wird es keinen direkten Kontakt geben, die Busparkplätze werden abgesperrt. 

Auf fast allen Etappen wird es Tribünen im Zielbereich geben. „Ansonsten appellieren wir an den Menschenverstand“, hofft Schleck, dass sich die Zuschauer an die Regeln halten. Das heißt: Distanz halten, und/oder Masken tragen.

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