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Sebastian Korda will eine Familientradition fortsetzen
Sport 2 Min. 23.01.2023
Tennis

Sebastian Korda will eine Familientradition fortsetzen

Sebastian Korda bekam das Talent in die Wiege gelegt.
Tennis

Sebastian Korda will eine Familientradition fortsetzen

Sebastian Korda bekam das Talent in die Wiege gelegt.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 23.01.2023
Tennis

Sebastian Korda will eine Familientradition fortsetzen

Der Sohn von Tennis-Legende Petr Korda steht bei den Australian Open im Viertelfinale.

(sid) – Immer dann, wenn Sebastian Korda durch den Tunnel in die Rod Laver Arena läuft, gibt er seinem Papa Petr einen „Fistbump“. Nicht dem Ex-Champion aus Fleisch und Blut, sondern dessen Abbild in der Ahnengalerie der Australian-Open-Sieger. Vor 25 Jahren gewann Petr Korda das Grand-Slam-Turnier in Melbourne, nun schickt sich sein Sohn an, eine Familientradition fortzusetzen.

Die Kordas stammen zwar aus Tschechien und leben in Florida, ihre sportliche Heimat haben sie jedoch Down Under gefunden. Nach Petr, der später wegen Dopings gesperrt war, triumphierten auch seine Töchter Nelly und Jessica bei den Australian Open der Golferinnen, Sebastian sicherte sich immerhin bereits den Juniorentitel beim ersten großen Tennisevent des Jahres. Doch der 22-jährige US-Amerikaner will mehr.

Petr Korda mit Tochter Nelly (r.), die erfolgreich Golf spielt.
Petr Korda mit Tochter Nelly (r.), die erfolgreich Golf spielt.
Foto: Getty Images

Im Viertelfinale trifft der Junior am Dienstag auf den Russen Karen Khachanov. In seinem Rücken weiß er den ganzen Korda-Clan, auch wenn der gar nicht nach Melbourne gereist ist. Vater Petr feierte seinen 55. Geburtstag am Montag zu Hause mit Mutter Regina Rajchrtova, ebenfalls einst Tennisprofi, aber einziges Familienmitglied ohne Triumph in Melbourne. Schwester Nelly, Olympiasiegerin von Tokio, spielte bei einem Turnier in Orlando um den Sieg.

Der kleine Klaps mit seinem virtuellen Vater, erklärte Sebastian nach dem Fünfsatzsieg im Achtelfinale über den Polen Hubert Hurkacz, helfe ihm. „Dadurch fühle ich, dass sie irgendwie bei mir sind. Ich weiß, dass sie immer zuschauen“, sagte er. Das hat die Familie immer getan, egal, was der jüngste Spross ausprobieren wollte. Bevor er sich für Tennis entschied, war Sebastian ein sportliches Multitalent.

Sebastian Korda freute sich über den Sieg gegen Hubert Hurkacz.
Sebastian Korda freute sich über den Sieg gegen Hubert Hurkacz.
Foto: AFP

Bis er zehn Jahre alt war, spielte er Eishockey - und das ziemlich gut. „Wir hatten immer die besten Jungs“, erzählte Korda, ein paar seiner Mitspieler seien später in die NHL gedraftet worden. Auch auf dem Golfplatz lernte er schnell, doch ein Ausflug mit seinem Vater zu den US Open änderte alles. Als der Radek Stepanek als Coach in einer dieser elektrisierenden Night Sessions auf dem gigantischen Arthur Ashe gegen Novak Djokovic zur Seite stand, war Sebastian überzeugt.

Ich habe immer daran geglaubt, dass ich sehr gut werden kann.

Sebastian Korda

„Ich habe mich in die Energie des Publikums verliebt, in die Art, wie dieser Sport gespielt wird, wie herausfordernd er mental ist“, sagte Korda: „Der Rest ist Geschichte.“ Eine Geschichte, die ihn von der endgültigen Vollendung des Familien-Slams in Melbourne träumen lässt. Korda selbst ist davon überzeugt, das Potenzial zu besitzen. „Ich habe immer daran geglaubt, dass ich sehr gut werden kann“, sagte er.


TOPSHOT - Serbia's Novak Djokovic falls as he hits a return against Bulgaria's Grigor Dimitrov during their men's singles match on day six of the Australian Open tennis tournament in Melbourne on January 21, 2023. (Photo by ANTHONY WALLACE / AFP) / -- IMAGE RESTRICTED TO EDITORIAL USE - STRICTLY NO COMMERCIAL USE --
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Auch nach bitteren Niederlagen wie gegen Rafael Nadal 2022 in Indian Wells, als er zum Matchgewinn aufschlug. Oder zu Beginn der Saison in Adelaide, als er gegen Novak Djokovic einen Matchball vergab. „Ich glaube, ich bin ganz gut darin, nach vorne zu schauen und aus meinen Fehlern zu lernen“, sagte Korda. Papa Petr schaut ihm stolz dabei zu.

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