Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schwere Niederlage fürs IOC: CAS hebt Olympia-Sperren von 28 Russen auf
Alexander Legkov darf sich über die Aufhebung der lebenslangen Sperre freuen.

Schwere Niederlage fürs IOC: CAS hebt Olympia-Sperren von 28 Russen auf

Foto: AFP
Alexander Legkov darf sich über die Aufhebung der lebenslangen Sperre freuen.
Sport 01.02.2018

Schwere Niederlage fürs IOC: CAS hebt Olympia-Sperren von 28 Russen auf

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Der internationale Sportgerichtshof CAS hat die Sperren von 28 russischen Sportlern für die Olympischen Spiele aufgehoben. Das bedeutet einen herben Rückschlag für das IOC.

(sid) - Das Internationale Olympische Komitee hat im Zusammenhang mit dem russischen Staatsdopingskandal vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS eine schwere Niederlage erlitten. Der CAS hob am Donnerstag die vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperren gegen 28 russische Sportler auf, weil es keine individuellen Verstöße gegen Anti-Doping-Regeln feststellen konnte. Auch die von den Sportlern bei den Winterspielen 2014 in Sochi erzielten Erfolge sind wieder gültig. In elf weiteren Fällen wurden Verstöße festgestellt und die Einsprüche nur teilweise bestätigt.

Dies bedeutet allerdings noch nicht, dass die entlasteten Sportler, darunter die Sochi-Olympiasieger Alexander Legkov (Langlauf) und Alexander Tretiakov (Skeleton), nun an den Winterspielen in Pyeongchang (9. nis 25. Februar) teilnehmen dürfen. Da ihnen keine Einladung des IOC vorliegt, müssten sie zunächst ihr Startrecht einklagen. Zudem bekräftigte das Internationale Olympische Komitee nach der Entscheidung, nur eingeladene russische Sportler dürften an den Winterspielen teilnehmen.

Insgesamt waren 42 russische Athleten vor den CAS gezogen. Zunächst wurden aber nur 39 Fälle behandelt, die der Biathletinnen Yana Romanova, Olga Vilukhina und Olga Zaytseva wurden vertagt.

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Sportler lebenslang für Olympische Spiele gesperrt. Nur der Bobfahrer Maxim Belugin, der in Sochi Vierter geworden war, legte keine Berufung ein.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema