Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schweinsteiger wechselt zu Manchester United
Sport 2 Min. 11.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Rummenigge bestätigt

Schweinsteiger wechselt zu Manchester United

Schweinsteiger wird sich schon bald ein anderes Trikot überstreifen.
Rummenigge bestätigt

Schweinsteiger wechselt zu Manchester United

Schweinsteiger wird sich schon bald ein anderes Trikot überstreifen.
AFP
Sport 2 Min. 11.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Rummenigge bestätigt

Schweinsteiger wechselt zu Manchester United

Der Wechsel des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Bastian Schweinsteiger zum englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United ist so gut wie perfekt. In Großbritannien erhält er laut Medienberichten einen Dreijahresvertrag.

(dpa) - Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger verlässt nach 17 Jahren den FC Bayern und wechselt zum englischen Rekordmeister Manchester United. Das bestätigte der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Samstag in München kurz vor der offiziellen Präsentation der Mannschaft für die kommende Saison. Schweinsteiger wird nach Rummenigges Angaben nicht mehr zur Präsentation kommen. Der Medizincheck in Manchester steht noch aus.

„Wir haben versucht, ihn zu überzeugen, bei Bayern München zu bleiben. Ich bedauere das ein Stück, auch wenn ich dafür Verständnis habe. Er war ein extrem verdienter Spieler“, sagte Rummenigge. „Er will einfach diese neue Erfahrung machen.“

Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft soll Medienberichten zufolge einen Dreijahresvertrag bei Manchester United erhalten, das vom früheren Bayern-Coach Louis van Gaal trainiert wird. Die Ablöse soll zwischen 18 und 20 Millionen Euro betragen.

Vertrag in Bayern wäre noch bis Mitte 2016 gelaufen

Schweinsteiger besaß in München noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016. Der 30-Jährige war am 1. Juli 1998 zum deutschen Rekordmeister gekommen, mit dem er achtmal deutscher Meister wurde, siebenmal den DFB-Pokal holte und 2013 die Champions League gewann. Im selben Jahr wurde er mit dem FC Bayern auch Club-Weltmeister.

Mit dem Nationalteam triumphierte der Mittelfeldspieler im vorigen Jahr im WM-Finale nach einer großen kämpferischen Leistung gegen Argentinien und wurde nach dritten Plätzen 2006 und 2010 erstmals Weltmeister. Anschließend musste er eine monatelange Verletzungspause einlegen. In der englischen Premier League trifft Schweinsteiger unter anderen auf seine WM-Mitstreiter Mesut Özil und Per Mertesacker, die in London für den FC Arsenal spielen.

Bei Bayern-Trainer Pep Guardiola konnte Schweinsteiger zuletzt nicht mehr wie gewünscht zentral im Mittelfeld spielen, sondern kam häufiger über außen. „Dass er wegen unseres Trainers gegangen wäre, muss ich ins Reich der Fabel verweisen. Die zwei haben ein völlig intaktes Verhältnis“, sagte Rummenigge.

Van Gaal schätzt Schweinsteiger

Guardiola hatte zuletzt zwar erklärt, er plane für die neue Saison mit dem bisherigen Vize-Kapitän. Der Coach unterstrich jedoch auch: „Nur er kann über seine Zukunft entscheiden, nicht Pep. Spieler mit dieser großen Karriere und dieser großen Qualität können nur selbst entscheiden.“ Schweinsteiger entschied sich für Manchester United, das Old Trafford der „Red Devils“ ist nach eigenen Angaben eines seiner Lieblingsstadien. Die Boulevardzeitung „Sun“ titelte knapp: „Red Schwein“.

Van Gaal schätzt Schweinsteiger außerordentlich. Am Freitag wollte sich der Niederländer öffentlich aber nicht zu ihm äußern, sondern erklärte nur generell: „Ich möchte Spieler entwickeln. Aber manchmal musst du kaufen. Wenn du kaufst, muss es besser sein als das, was du hast.“ Unter van Gaals Regie wurde Manchester United in der abgelaufenen Saison Vierter in der Premier League und verpasste die direkte Qualifikation für die Champions League. Bereits am Montag reist die Mannschaft in die USA.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

"Barça", Bayern und zwei Mal die Niederlande: Trainer Louis van Gaal hat in seiner Karriere vieles erlebt und zahlreiche Erfolge feiern dürfen. Doch nun gerät der Sport in den Hintergrund
Louis van Gaal hört aus familiären Gründen auf.
Kommentar zu Guardiolas Abschied
Guardiola wird den FC Bayern aller Voraussicht nach verlassen. Der Nachfolger sollte erfahren sein, aber nicht Mourinho und Sammer heißen. Ein Kommentar von Joe Turmes.
Pep Guardiola fuhr mit dem FC Bayern bislang zwei Meistertitel und einen Pokalsieg ein.
Uefa Champions League
Trotz der Last-Minute-Niederlage gegen Dortmund sieht sich der VfL Wolfsburg für das entscheidende Champions-League-Spiel gegen Manchester United gerüstet. Mönchengladbach braucht bei Manchester City Punkte, um in die Europa League zu dürfen.
"Die Mannschaft haut alles raus, um diese Chance zu nutzen", ist Coach Hecking überzeugt.