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Russische Weitspringerin: Klishina darf doch bei Olympia starten
Sport 2 Min. 16.08.2016

Russische Weitspringerin: Klishina darf doch bei Olympia starten

Darya Klishina erlebt derzeit ein Auf und Ab.

Russische Weitspringerin: Klishina darf doch bei Olympia starten

Darya Klishina erlebt derzeit ein Auf und Ab.
Foto: Reuters
Sport 2 Min. 16.08.2016

Russische Weitspringerin: Klishina darf doch bei Olympia starten

Weitspringerin Darya Klishina wird nun doch Russlands einzige Leichtathletin bei Olympia in Rio sein. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab der 25-Jährigen das Startrecht zurück.

(sid) - Weitspringerin Darya Klishina hat einen Sieg vor Gericht errungen und darf nun doch als einzige russische Leichtathletin an den Olympischen Spielen teilnehmen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab am Montag dem Einspruch der Athletin gegen ihren Ausschluss durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF statt. "Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den Wettkampf konzentrieren und mein Olympia-Erlebnis genießen, von dem ich schon träume, seit ich als junges Mädchen mit dem Weitsprung begonnen habe", kommentierte Klishina das Urteil auf ihrer Facebook-Seite.

Nach einer vierstündigen Anhörung entschied die Ad-hoc-Kommission des höchsten Sportgerichts in der Nacht zum Montag zugunsten Klishinas. In einer ersten Begründung des Gremiums, das während Olympischer Spiele dringende Fälle schnell entscheiden muss, hieß es: "Die Athletin hat sachdienlich begründet, dass sie während der 'relevanten Zeit' Subjekt von vollständig konformen Dopingkontrollen - innerhalb und außerhalb der Wettbewerbe - außerhalb Russlands war." Eine ausführliche Begründung ihres Urteils wollen die Richter nachliefern.

Erste Reaktionen aus Moskau ließen nicht lange auf sich warten. "Die Gerechtigkeit hat triumphiert. Das Gericht hat verstanden, dass es keinerlei Fakten gab über irgendwelche Verstöße", sagte der Chef des Sportausschusses im Parlament, Dmitry Svishchov, der Agentur "Tass". "Jetzt müssen wir uns beruhigen und Dascha viel Erfolg wünschen", meinte Sportminister Vitaly Mutko.

Die IAAF hatte Klishina als einziger russischen Leichtathletin zunächst das Olympia-Startrecht in Rio de Janeiro eingeräumt, weil sie seit drei Jahren in den USA lebt. Die übrigen russischen Leichtathleten sind wegen systematischen Dopings in Russland von den Spielen ausgeschlossen.

Proben illegal geöffnet?

Auf Grundlage neuer Informationen entzog die IAAF der Sportlerin dann aber wieder das Sonderstartrecht. Die ARD hatte am Sonntag berichtet, dass Doping-Proben von Klishina in Russland entdeckt worden sein sollen, die mutmaßlich illegal geöffnet wurden.

Klishina hatte gegen diese Entscheidung Einspruch beim CAS eingelegt. Die Ad-hoc-Kommission betonte ausdrücklich, dass sie die Wettkampfregeln der IAAF berücksichtigt habe. Daher seien die Richter zu dem Schluss gekommen, dass die frühere Entscheidung, Klishina ein Sonderstartrecht einzuräumen, "noch immer gültig ist". Die IAAF und das Internationale Olympische Komitee (IOC) nahmen dies ohne große Emotionen zur Kenntnis. "Wir haben das Urteil des CAS zu respektieren", sagte IOC-Sprecher Mark Adams.


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