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Rugby-WM: England entzaubert Neuseeland
Sport 2 Min. 26.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Rugby-WM: England entzaubert Neuseeland

So sehen Sieger aus: Die Engländer freuen sich über den WM-Einzug.

Rugby-WM: England entzaubert Neuseeland

So sehen Sieger aus: Die Engländer freuen sich über den WM-Einzug.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 26.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Rugby-WM: England entzaubert Neuseeland

Englands Prinz William war beim Abschlusstraining vor Ort und wünschte Englands Rugbyspielern viel Glück. Und es half - England lief im Halbfinale gegen den Favoriten Neuseeland zur Hochform auf und steht im Finale.

(dpa) - Vor dem Halbfinale glaubte nicht mal die Ehefrau von Eddie Jones an einen Sieg. Aber der Plan des Trainers der englischen Rugby-Nationalmannschaft ging voll auf: Dank einer furiosen Leistung gegen den Topfavoriten Neuseeland ist England ins WM-Finale von Japan gestürmt. In dem hochklassigen Halbfinale in Yokohama setzte sich England am Samstag überraschend deutlich mit 19:7 durch und darf weiter auf den zweiten WM-Titel nach 2003 hoffen.

„Es war das größte Spiel, was man hier haben kann. Wir wollten unser Bestes zeigen und das haben wir getan“, sagte Englands Kapitän Owen Farrell, dessen Mannschaft die Blamage bei der Heim-WM 2015, als sie bereits in der Vorrunde ausschied, wiedergutmachte. 

Der Finalgegner wird am Sonntag im zweiten Halbfinale zwischen Südafrika und Wales (10 Uhr Luxemburger Zeit) ermittelt. Das Finale steigt am 2. November.

Erste WM-Niederlage seit 2007

Mit der ersten Niederlage bei einer WM gegen England überhaupt zerschlugen sich zugleich die Hoffnungen der All Blacks, als erstes Team der Rugby-Geschichte zum dritten Mal nacheinander Weltmeister zu werden. Für Neuseeland war es nach 4403 Tagen oder zwölf Jahren und 20 Tagen die erste Niederlage bei einer Weltmeisterschaft. Zuletzt hatte die berühmteste Rugby-Mannschaft der Welt am 6. Oktober 2007 im WM-Viertelfinale gegen Frankreich (18:20) bei Welttitelkämpfen verloren.

Die Hoffnungen der Fans auf ein rasantes und hochklassiges Spiel wurden nicht enttäuscht. Die Engländer lieferten ihr bestes Spiel bei der WM ab. Sie dominierten das Raumspiel und den Gegner derart, dass der Favorit aus Neuseeland teilweise ratlos wirkte und am Ende chancenlos war.

Erster Versuch nach 96 Sekunden

Die All Blacks hatten ihren berühmten Haka noch nicht ganz fertig, da lagen sie schon zurück: Nach nicht mal zwei Minuten vollendete Manu Tuilagi den ersten Versuch - und nach der anschließenden Erhöhung führte England mit der Maximalpunktzahl von sieben Zählern.

In der 25.' schaffte Sam Underhill einen Durchbruch, aber Referee Nigel Owens gab nach Videostudium den Versuch nicht. Auch ein Drop-Goal-Versuch von Englands Star George Ford ging vorbei. In der 46.' jubelten die Engländer nach einem Durchbruch von Ben Youngs wieder - aber erneut wurden die Punkte nach Videostudium nicht gegeben.

England dominiert die Partie

Doch in der 50. Minute erhöhte Ford mit einem erfolgreichen Straftritt auf 13:0 - bis dahin hatte Neuseeland noch keine einzige Chance zu punkten. Als in der 57.' nach einer misslungenen Gasse der Engländer Ardie Savea durchbrach und Richie Mo'unga erhöhte, glaubten beim 7:13 viele an den Angriff der Neuseeländer. 

Aber die Engländer ließen sich nicht beeindrucken - und Ford stellte auf 16:7, ehe er in der 70.' vorentscheidend auf 19:7 erhöhte.    


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