Rückzug des Organisators

Das Ende für den Echternacher Marathon

Christian Molitor, hier vor Frazer Alexander, wurde im vergangenen Jahr nationaler Meister im Marathon in Echternach.
Foto: Christian Kemp

(pg) - Diesmal ist das Aus wohl definitiv für den Echternacher Marathon. Aus einer Mitteilung des Luxemburger Leichtathletikverbandes geht hervor, dass sich der "Performance Club" als Organisator der Veranstaltung, die am 15. Oktober über die Bühne gehen sollte, zurückgezogen hat. Die FLA hat nun entschieden, die beiden Meistertitel (Frauen und Männer) am 29. Oktober beim Marathon in Frankfurt zu vergeben. Damit geht eine mehr als drei Jahrzehnte lange Marathontradition in der Abteistadt definitiv zu Ende.

Der Echternacher Marathon, der lange Zeit seinen Ruf als "grüner Marathon" pflegte im Unterschied zu den großen internationalen City-Läufen, erreichte von den Starterzahlen her seinen Höhepunkt im Jahr 2000 mit nahezu 2 000 Teilnehmern, wohlverstanden alle über die 42,195 km lange Strecke. Danach ging es kontinuierlich bergab, ehe das Organisationsteam nach der 31. Ausgabe im Oktober 2011 das Handtuch warf. Damals standen gerade einmal 254 Marathonteilnehmer hinter der Startlinie. Die FLA vergab die Luxemburger Meisterschaften nach Frankfurt, ehe 2015 der "Performance Club" um Nico Peters wieder in Echternach organisierte.

Doch die Starterzahlen blieben überschaubar, vor zwölf Monaten überquerten gerade mal 128 Läuferinnen und Läufer die Ziellinie vor der Basilika. Die Statistik hält zurück, dass Christian Molitor (Celtic) und Fabienne Gehlen (CAS) die letzten Luxemburger Marathonmeister sind, die in Luxemburg gekürt wurden.

Durch den Rückzug des Echternacher Marathons werden die Diskussionen wieder Auftrieb bekommen, die Luxemburger Titel innerhalb des ING-Marathons zu vergeben. Unlogisch wäre es nicht, bei der nunmehr einzigen Veranstaltung im Großherzogtum über die 42,195 km lange Strecke auch die Meister zu ermitteln.