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Renault plant Angriff auf die Spitze
Sport 03.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Formel 1

Renault plant Angriff auf die Spitze

Der RS16 wurde in Schwarz präsentiert - ob er auch in dieser Farbe an den Start gehen wird, ist noch nicht sicher.
Formel 1

Renault plant Angriff auf die Spitze

Der RS16 wurde in Schwarz präsentiert - ob er auch in dieser Farbe an den Start gehen wird, ist noch nicht sicher.
Foto: AFP
Sport 03.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Formel 1

Renault plant Angriff auf die Spitze

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
46 Tage vor dem Start der Saison, zeigen die Franzosen - als erster Hersteller überhaupt - ihren neuen Boliden. Das neue Renault-Werksteam gibt sich optimistisch: "Wir sind zurück, um zu gewinnen!"

(sid) - Das neue Renault-Werksteam gibt dem 23-jährigen Dänen Kevin Magnussen eine zweite Chance in der Formel 1. Das bestätigten die Franzosen am Mittwoch im Rahmen ihrer Teampräsentation in Guyancourt bei Paris und stellten zudem als erstes Team das Auto für die neue Saison vor. Der frühere McLaren-Pilot Magnussen erhält das zweite Cockpit neben dem britischen Rookie Jolyon Palmer und ersetzt damit den Venezolaner Pastor Maldonado, der das Team nach zwei Jahren verlassen muss. Ersatzfahrer wird der 19-jährige französische GP-3-Meister Esteban Ocon.

Der Renault RS 16, der bei den ersten offiziellen Tests in knapp drei Wochen in Barcelona zum Einsatz kommen wird, ist fast komplett in Schwarz gehalten. Das charakteristische Gelb ist lediglich auf den Seitenkästen und an Front- und Heckflügel zu finden. Bis zum Saisonstart könnte sich das farbliche Erscheinungsbild allerdings noch ändern.

In drei Jahren aufs Podium

Renault-Chef Carlos Ghosn gab als Ziel "Podiumplatzierungen in den kommenden drei Jahren" aus. Sportchef Jérôme Stoll sagte: "Renault ist zurück, um zu gewinnen. Wir haben das Budget, wir haben das Talent, wir haben den Willen und die Leute, um das zu schaffen." Der viermalige Weltmeister Alain Prost mahnte allerdings zur Geduld." Es macht keinen Sinn, die Menschen anzulügen", sagte der Renault-Markenbotschafter: "Das erste Jahr wird sehr schwierig sein. Sie brauchen Geduld."

Renault hatte Ende des vergangenen Jahres nach langen Verhandlungen den verschuldeten Lotus-Rennstall übernommen und so die Rückkehr als Werksteam perfekt gemacht, Gérard Lopez bleibt stiller Teilhaber und Aufsichtsrat. Der Sitz des Teams bleibt weiterhin das englische Enstone, Renault setzt allerdings auf eine komplett neue Fahrerpaarung. Vor Maldonados Abgang hatte der Franzose Romain Grosjean seinen Wechsel zum neuen US-Rennstall Haas F1 verkündet. Neuer Renault-Teamchef wird der Franzose Frédéric Vasseur.


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