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Rallye Dakar: Höher, härter, heißer
Sport 02.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Rallye Dakar: Höher, härter, heißer

Die Eröffnungsfeier fand in Asuncion (Paraguay) statt.

Rallye Dakar: Höher, härter, heißer

Die Eröffnungsfeier fand in Asuncion (Paraguay) statt.
Foto: Reuters
Sport 02.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Rallye Dakar: Höher, härter, heißer

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Am Montag startet die 39. Auflage der Rallye Dakar. 491 furchtlose Starter kämpfen über knapp 9000 Kilometer um den Gesamtsieg bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt.

(sid) - Buenos Aires ist das Ziel. Doch vor der triumphalen Ankunft in der argentinischen Hauptstadt warten auf die 491 furchtlosen Starter bei der am Montag beginnenden 39. Auflage der Rallye Dakar Strapazen aller Art. Knapp 9000 Kilometer gilt es zurückzulegen - bei brütender Hitze in Paraguay und Argentinien, bei klirrender Kälte in den Höhen der bolivianischen Anden. Die Dakar gilt nicht umsonst als die härteste Marathon-Rallye der Welt.

Um diesem Ruf weiterhin gerecht zu werden, haben die Organisatoren noch einmal den Schwierigkeitsgrad erhöht. "Die diesjährige Dakar wird ohne Zweifel die bislang härteste in Südamerika sein", sagte Renndirektor Marc Coma, der die Rallye auf dem Motorrad selbst fünf Mal gewonnen hat.

Halt in Paraguay

Sieben Wertungsprüfungen haben eine Länge von mehr als 400 Kilometern, eine davon sogar mehr als 500 Kilometer. Zudem verbringen die Teilnehmer sechs Tage in einer Höhe von über 3000 Metern, dazu zählt auch der Ruhetag in der bolivianischen Großstadt La Paz. Eine Herausforderung für Maschine und Mensch - da kann die Luft für potenzielle Favoriten schnell dünn werden.

Außer in Argentinien, bisher bei allen acht Auflagen in Südamerika involviert, und in Bolivien macht die Dakar erstmals in Paraguay Station. In der Hauptstadt Asuncion ertönt am Montag für Autos, Motorräder, Quads, Trucks und UTV-Fahrzeuge der Startschuss. Es folgen bis zum 14. Januar zwölf Etappen und 8823 km Strecke, davon 4093 km, die in die Wertung einfließen.

Vor ihrem neunten Gastspiel in Südamerika ist die berühmte Wüsten-Rallye wieder einmal nicht frei von Kritik. Neben der alljährlichen Sicherheitsdebatte - im Zusammenhang mit der Dakar haben bislang 67 Fahrer, Zuschauer und Journalisten ihr Leben gelassen - steht diesmal die anhaltende Dürre in Bolivien im Fokus. Die These der Gegner, der Andenstaat brauche die Dakar nicht, sie brauche stattdessen Wasser, veranlasste den Veranstalter ASO sogar dazu, eine Mitteilung herauszugeben. Deren Inhalt: Die Dakar werde die Ressourcen nicht mehr belasten als nötig.


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