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Radsport-WM: Faber schlägt sich tapfer
Sport 24.09.2020

Radsport-WM: Faber schlägt sich tapfer

Claire Faber wusste durchaus zu überzeugen.

Radsport-WM: Faber schlägt sich tapfer

Claire Faber wusste durchaus zu überzeugen.
Foto: AFP
Sport 24.09.2020

Radsport-WM: Faber schlägt sich tapfer

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Im WM-Einzelzeitfahren hat sich Claire Faber den 28. Platz gesichert. Neue Weltmeisterin ist Anna van der Breggen.

Claire Faber muss sich sicherlich nicht verstecken. Die 22-Jährige hat beim 31,7 Kilometer langen Einzelzeitfahren der Radsport-Weltmeisterschaft in Imola den ordentlichen 28. Platz belegt. Im Ziel war Luxemburgs einzige Starterin 3'45''76 langsamer als die Siegerin Anna van der Breggen. Die Niederländerin sicherte sich erstmals den WM-Titel im Kampf gegen die Uhr. In den Jahren zuvor war die Siegerin des Giro Rosa bereits vier Mal Zweite geworden. 


Claire Faber (L/Illi Bikes) - Le Samyn des Dames 2020 - Foto: Serge Waldbillig
Faber: "Ich hänge in der Luft"
Claire Faber ist nicht nur eine talentierte Radfahrerin auf der Bahn und auf der Straße. Die 21-Jährige ist ambitioniert, fleißig und clever. Die Studentin an der Lunex nimmt kein Blatt vor den Mund.

Große Jubelszenen gab es im Ziel dennoch nicht. Denn die Gedanken waren bei der US-amerikanischen Titelverteidigerin Chloe Dygert. Sie war sehr schnell unterwegs, bei der einzigen Zwischenzeit war sie gar auf Goldmedaillenkurs, doch dann stürzte die 23-Jährige in einer Rechtskurve. Dygert flog über die Leitplanke und stürzte die Böschung hinunter. Dabei riss sie sich das linke Knie und den Oberschenkel tief auf.

Die 23-Jährige wurde mit einem Krankenwagen in ein Hospital in Bologna gebracht, nachdem sie zunächst im Graben behandelt worden war. Sie sei operiert worden und ruhe sich nun aus, teilte der US-Verband später mit. Es wird erwartet, dass sie sich vollständig erholen wird.    

Faber lässt nicht nach

Faber war zu dem Zeitpunkt schon längst im Ziel. Bei der ersten Zwischenzeit nach 14 Kilometern war die Luxemburgerin 2'49''19 langsamer als Dygert. Mit diesem Rückstand klassierte sich Faber etwa bei Hälfte des Wettbewerbs an Position 30. An dieser Platzierung sollte sich bis auf die letzten Meter auf der Rennstrecke Autodromo Dino e Enzo Ferrari nicht mehr viel ändern. Faber hatte sich die Kräfte gut eingeteilt.


Radsport im Namen der Gleichberechtigung
Die Entwicklung geht stetig voran. Das Team Andy Schleck Cycles-Immo Losch bietet talentierten Radfahrerinnen eine Chance. Aktuell gehören neun Luxemburgerinnen zur Mannschaft.

Die Luxemburgerin kann mit dem Abschneiden durchaus zufrieden sein. Bei ihrem ersten Auftritt bei der Elite, eigentlich hätte sie noch bei den U23-Fahrerinnen starten können, doch diese Kategorie fiel der Corona-Pandemie zum Opfer, lässt die Rümelingerin immerhin 21 Konkurrentinnen hinter sich, darunter mit Sara van der Vel und Ann-Sophie Duyck beispielsweise auch die beiden Starterinnen aus Belgien.

Van der Breggen setzt sich ihrerseits in Imola mit knapp 16 Sekunden Vorsprung vor Marlen Reusser (CH) durch. Über die Bronzemedaille darf sich Ellen van Dijk (NL/auf 32'') freuen. Bemerkenswert ist auch der sechste Platz der mittlerweile 45-jährigen Amber Neben (USA/1'21'').

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