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Radsport: Kritik an Corona-Maßnahmen
Sport 11.08.2020

Radsport: Kritik an Corona-Maßnahmen

Jempy Drucker muss strenge Regeln beachten.

Radsport: Kritik an Corona-Maßnahmen

Jempy Drucker muss strenge Regeln beachten.
Foto: Serge Waldbillig/LW-Archiv
Sport 11.08.2020

Radsport: Kritik an Corona-Maßnahmen

Die Umsetzung der Corona-Regeln kommt den Radsportteams teuer zu stehen. Beim Rennstall Bora-hansgrohe ist nicht jede Vorgabe nachvollziehbar.

(dpa) - Das Corona-Maßnahmenpaket des Radsport-Weltverbandes UCI wird für die Teams eine teure Angelegenheit. Teamchef Ralph Denk schätzt die zusätzlichen Kosten für seinen Bora-hansgrohe-Rennstall, bei dem auch der Luxemburger Jempy Drucker unter Vertrag steht, bis zum Ende des Jahres auf rund 100.000 Euro. „Zum Glück haben wir Reserven gebildet und können es stemmen“, sagte Denk der Deutschen Presse-Agentur.

Bora-Teamchef Ralph Denk kann nicht alle Corona-Maßnahmen nachvollziehen.
Bora-Teamchef Ralph Denk kann nicht alle Corona-Maßnahmen nachvollziehen.
Foto: dpa

Die von der Corona-Krise mitunter hart getroffenen Teams müssen die Kosten für die Corona-Tests ihrer Fahrer und Angestellten selbst tragen. Ein paar Maßnahmen kann Denk dabei nicht nachvollziehen. „Ich will nicht sagen, alles ist Blödsinn. Aber ein Beispiel ist, dass man bei der Siegerehrung eine Maske tragen muss, obwohl man drei Meter auseinandersteht. Und im Rennen fahren sie nebeneinander. Da werden so viele Aerosole ausgestoßen.“ Das sei irgendwie Doppelmoral, da stecke viel Politik dahinter.

Generell wolle der Radsport wie andere Sportarten zurück zur Normalität. „Man muss es riskieren. Man riskiert auf Abfahrten und riskiert auch sonst im Leben etwas. Das habe ich auch meinen Rennfahrern gesagt“, berichtete Denk. „Wenn man eine Ansteckung ausschließen will, muss man zu Hause bleiben.“  

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