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Radprofi Ries: "Ein sehr nervöses Rennen"
Sport 2 Min. 12.08.2020

Radprofi Ries: "Ein sehr nervöses Rennen"

Wout van Aert gibt die Spitzenposition im Zielsprint nicht ab.

Radprofi Ries: "Ein sehr nervöses Rennen"

Wout van Aert gibt die Spitzenposition im Zielsprint nicht ab.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 12.08.2020

Radprofi Ries: "Ein sehr nervöses Rennen"

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Michel Ries ist beim Critérium du Dauphiné beim ersten richtig großen Radrennen seiner Profilaufbahn gestartet. Der Belgier Wout van Aert scheint indes nicht zu bremsen.

Beim Critérium du Dauphiné messen sich nahezu alle Topfahrer des Radsports, bevor die Tour de France am 29. August beginnt. Alle Etappen enden nach einem Anstieg, doch am ersten Tag konnten noch einige endschnelle Fahrer mithalten.

Nach zwei Steigungen am Ende, die 5,5 beziehungsweise 3,3 km lang waren, präsentierten sich nämlich noch knapp 60 Fahrer an der Spitze des Rennens. Es kam an einem kleinen Hügel zum Schlussspurt, den der Belgier Wout van Aert (Jumbo) vor Daryl Impey (RSA/Mitchelton) und dem Kolumbianer Egan Bernal (Ineos) für sich entschied. Van Aert, der 2017 in Luxemburg Cyclocross-Weltmeister wurde, hat mit der Strade Bianche, Mailand-Sanremo und der ersten Etappe in Frankreich drei große Rennen innerhalb von zwölf Tagen gewonnen.

Auch der Luxemburger Meister Bob Jungels vom Team Deceuninck befand sich nach 218,5 km mit Ziel in Saint-Christo-en-Jarez in der ersten Gruppe, hielt sich aber aus dem Kampf um den Sieg raus. Sein Teamkollege Julian Alaphilippe (F) war am Ende zu schlecht platziert, um eine echte Erfolgschance zu haben.

Der 22-jährige Michel Ries (Trek) musste das Feld 11 km vor dem Ziel ziehen lassen. Er unterstrich aber erneut sein Talent am Berg, auch wenn er am Ende auf Platz 88 mit 7'16'' hinter dem Sieger zurücklag. Für Ries ist es in seinem ersten Jahr als Profi das erste richtig große Rennen.

Froome zeigt große Schwächen

Bernal erhielt durch Rang drei bereits vier Bonussekunden. Der Tour-de-France-Sieger von 2019 ist also nach dem ersten Tag des Critérium du Dauphiné der bestplatzierte Favorit. Und es zeichnet sich immer mehr ab, dass er bei der Grande Boucle 2020 Kapitän von Ineos sein wird. 


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Denn sein teaminterner Konkurrent Christopher Froome (GB), seines Zeichens vierfacher Tour-de-France-Sieger, offenbarte einen großen Formrückstand auf die Konkurrenten. Er musste das Feld bereits vier Kilometer vor dem Ende ziehen lassen und kam mit einem großen Rückstand von 5'23'' ins Ziel. Womöglich tritt der Brite allerdings nicht voll aufs Gaspedal, um seine Form im Hinblick auf die Frankreich-Rundfahrt behutsam aufzubauen.

Bernal zumindest ist zufrieden mit dem Auftakt beim Critérium du Dauphiné: „Ich bin froh, in dieser Position zu sein. Ich bin dabei, mein Niveau von der Tour de France zu erreichen. Das macht mich sehr glücklich.“

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