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Putin: Sperre ist "politisch motiviert"
Sport 10.12.2019

Putin: Sperre ist "politisch motiviert"

Vladimir Putin ist der Meinung, dass Russland nicht für einzelne Dopingfälle bestraft werden kann.

Putin: Sperre ist "politisch motiviert"

Vladimir Putin ist der Meinung, dass Russland nicht für einzelne Dopingfälle bestraft werden kann.
Foto: AFP
Sport 10.12.2019

Putin: Sperre ist "politisch motiviert"

Der russische Präsident Vladimir Putin schließt nicht aus, gerichtlich gegen die verhängten Strafen der WADA vorzugehen.

From L: Ukrainian President Volodymyr Zelensky, French President Emmanuel Macron and Russian President Vladimir Putin arrive for a meeting on Ukraine with German Chancellor at the Elysee Palace, on December 9, 2019 in Paris. - Russian president will for the first time hold formal talks with his Ukrainian counterpart over the conflict in Ukraine's east, at a much-anticipated summit in Paris. (Photo by Alexey NIKOLSKY / SPUTNIK / AFP)
Putin nach Treffen mit Selenskyj: "Yes, I'm happy"
Im Glanz des Élyséepalastes sind sich Kremlchef Putin und der ukrainische Präsident Selenskyj nun erstmals persönlich begegnet. Bringt dies jetzt das Ende des Krieges in der Ostukraine und Frieden zwischen Moskau und Kiew?

(dpa/sid) - Russlands Staatspräsident Vladimir Putin hat die verhängte Vierjahressperre durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen sein Land wegen manipulierter Doping-Daten als "politisch motiviert" bezeichnet. Die Sperre "widerspreche", so Putin, der Olympischen Charta.

"Dem russischen Olympischen Komitee ist nichts vorzuwerfen. Und wenn diesem Komitee kein Vorwurf gemacht wird, sollte das Land an Wettbewerben unter seiner eigenen Flagge teilnehmen", erklärte Putin am späten Montagabend am Rande des Ukraine-Gipfels in Paris. Putin betonte, dass sein Land nicht kollektiv für einzelne Doping-Fälle bestraft werden dürfe. „Es gibt wohl Grund zur Annahme, dass es bei solchen Entscheidungen nicht um die Sauberkeit des Weltsports geht, sondern um politische Überlegungen. Diese sind nicht im Interesse des Sports und der olympischen Bewegung.“

Putin: "Keine juristische Grundlage"

Weiter sagte der russische Präsident: „Wir müssen uns diese Entscheidung zunächst sehr genau anschauen“, sagte Putin. Es sei aber offensichtlich, dass es keine juristische Grundlage für die Entscheidung gebe und auch nicht der Satzung der Olympischen Spiele entspreche. „Wir haben allen Grund, Klage beim Internationalen Sportgerichtshof einzureichen.“  Russland hat 21 Tage Zeit, Einspruch gegen das WADA-Urteil einzulegen.


(FILES) In this file photograph taken on February 16, 2018, a spectator waves the Russian flag during the men's preliminary round ice hockey match between the Olympic Athletes from Russia and Slovenia during the Pyeongchang 2018 Winter Olympic Games at the Gangneung Hockey Centre in Gangneung. - In Russia, where criticism of the authorities can lead to dire consequences, the head of the country's anti-doping agency Yury Ganus has openly accused officials of tampering with data handed to the global watchdog. "It's dangerous but it's my mission," the head of RUSADA told AFP, asked if he felt afraid after assigning blame to the sports ministry and Russian law enforcement. The executive of the World Anti-Doping Agency (WADA) is to meet in Lausanne, Switzerland on December 9, 2019, to decide on a proposed four-year international ban of Russian athletes over the handling of doping allegations. (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
Entscheidung gefallen: Russland nicht bei Olympia
Russland darf nicht an den Olympischen Spielen 2020 und den Winterspielen 2022 teilnehmen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat eine Vierjahressperre ausgesprochen.

Russland darf nach dem am Montag verkündeten WADA-Beschluss als Nation unter anderem nicht an den beiden kommenden Olympischen Spielen in Tokio 2020 und Peking 2022 sowie der Fußball-WM in Katar 2022 teilnehmen. Die Sanktionen umfassen einen ganzen Strafenkatalog, russische Sportler dürfen aber bei sportlichen Großereignissen unter bestimmten Voraussetzungen als "neutrale Athleten" starten.


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Leitartikel: Kollektivsperre
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