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Pokalsieger aus Luxemburg: Zuidberg schreibt Geschichte
Sport 1 16.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Pokalsieger aus Luxemburg: Zuidberg schreibt Geschichte

Im Freudentaumel: Die Volleyballer aus Tours haben den goldenen Satz für sich entschieden. Der Luxemburger Chris Zuidberg (hinten, 3.v.l.) war mittendrin.

Pokalsieger aus Luxemburg: Zuidberg schreibt Geschichte

Im Freudentaumel: Die Volleyballer aus Tours haben den goldenen Satz für sich entschieden. Der Luxemburger Chris Zuidberg (hinten, 3.v.l.) war mittendrin.
Foto: Hélène Matrat
Sport 1 16.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Pokalsieger aus Luxemburg: Zuidberg schreibt Geschichte

Nach dem 0:3 im Hinspiel standen die Volleyballer aus Tours mit ihrem Luxemburger Chris Zuidberg im Finale des europäischen CEV-Pokals mit dem Rücken zur Wand. Doch am Ende brachen alle Dämme.

von Jan Morawski

Nach dem letzten Punkt war alles egal. Egal, wer ihn erzielt hat. Egal, wer auf dem Feld stand und wer von der Bank aufgesprungen war. Die hüpfende Traube aus Spielern und Funktionären war einfach nur noch ein Verein im Freudentaumel. Mittendrin: Chris Zuidberg.

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Der Volleyballer aus dem Großherzogtum hat am Samstagabend Geschichte geschrieben. Als erster Luxemburger gewann der 22-jährige Nationalspieler den europäischen CEV-Pokal. Im Final-Rückspiel setzte sich sein französischer Club Tours VB gegen Trentino Diatec aus Italien im goldenen Satz mit 15:13 durch. Zuvor hatte die Mannschaft mit einem 3:1-Sieg (31:29, 22:25, 25:22, 25:23) in der heimischen Salle Robert Grenon die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel wettgemacht.

Chris Zuidberg grinst mit seinen Teamkollegen Ryley Barnes und Théo Conre (v.l.n.r.) um die Wette.
Chris Zuidberg grinst mit seinen Teamkollegen Ryley Barnes und Théo Conre (v.l.n.r.) um die Wette.
Foto: Hélène Matrat

"Das ist der größte Sieg meiner Volleyballkarriere gegen eine der besten Mannschaften Europas", verrät Zuidberg am Sonntag mit noch leicht kratziger Stimme. Dass er im letzten Spiel nicht auf dem Feld stand, ist bestenfalls Nebensache: "Natürlich gibt es in einem Team immer Stars, aber wir sind eine Mannschaft, die sich im Training tagtäglich den Hintern aufreißt. So etwas schweißt zusammen. Deshalb haben wir nach dem Sieg alle zusammen gefeiert."

Der Heimvorteil im Entscheidungsspiel war für den Luxemburger Mittelblocker ein wichtiger Faktor. "Ich glaube, ich habe die Halle noch nie so laut erlebt. Die Fans waren unglaublich", sagt Zuidberg und ergänzt, dass er und seine Teamkollegen den Triumph nicht sofort realisieren konnten. "Das hat etwas gedauert. Wir waren einfach überwältigt."

Mit noch mehr Emotionen musste vermutlich Tours-Kapitän David Konecny kämpfen, der nach neun Jahren im Verein mit dem Pokalsieg seinen Abschied feiern durfte. Einen schöneren Abschluss hätte sich der 34 Jahre alte Tscheche wohl nicht wünschen können.

Doch zu Ende war die Siegesfeier nach der Zeremonie noch lange nicht. Von einem Restaurant zog es die frisch gebackenen Pokalsieger in der Nacht auf Sonntag schließlich weiter ins Stadtzentrum. Dass Zuidbergs Zweijahresvertrag am Saisonende ausläuft, beschäftigte den Luxemburger dabei wohl weniger. Wie es für ihn weitergeht, ist noch unklar - doch auch dies ist Nebensache, solange der Freudentaumel in Tours noch anhält.



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