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Paolo Amodio beendet Trainerkarriere
Sport 15.01.2019

Paolo Amodio beendet Trainerkarriere

Paolo Amodio: "Mein Platz ist nicht mehr in dieser Fußballwelt."

Paolo Amodio beendet Trainerkarriere

Paolo Amodio: "Mein Platz ist nicht mehr in dieser Fußballwelt."
Foto: Yann Hellers
Sport 15.01.2019

Paolo Amodio beendet Trainerkarriere

Joe TURMES
Joe TURMES
Paukenschlag im Luxemburger Fußball: Paolo Amodio will nicht mehr als Trainer aktiv sein. Dies erklärte der 45-Jährige gegenüber dem "Luxemburger Wort".

"Es wird immer mehr erwartet. Die Spieler erwarten mehr, die Verantwortlichen der Vereine erwarten mehr und du erwartest dir auch mehr von dir selbst. Ich kann diesen Erwartungen aber nicht mehr gerecht werden, da ich auf meiner Arbeitsstelle Verantwortung trage und bis 18 Uhr Kunden zu betreuen habe. Ich mache dies gerne und habe auch noch einige Jahre vor mir, bis ich in Rente gehe." Mit diesen Sätzen begründete Paolo Amodio eine folgenreiche Entscheidung gegenüber dem "Luxemburger Wort": Der 45-Jährige wird seine Trainerkarriere beenden.

"Für mich ist diese Verkündung auch in persönlicher Hinsicht wichtig. Ich kann mit dem Trainerdasein abschließen und werde keine Angebote mehr erhalten. Es bleiben viele positive Erinnerungen zurück. Ich habe mit Differdingen im Europapokal gegen Paris SG gespielt und auch mit Niederkorn haben wir viele Runden auf europäischer Ebene überstanden. Ich bin auch Beles dankbar, dass der Club mir eine Chance als Spielertrainer gegeben hat. Eigentlich wollte ich nie Trainer werden."

2009 als Spielertrainer in Beles begonnen

Amodio ist der Auffassung, dass sich der Luxemburger Fußball immer mehr in Richtung Semiprofessionalismus entwickelt. "In Niederkorn, bei Titus Petingen, Fola oder F91 wird zwei Mal am Tag trainiert. Andere Vereine werden diesen Weg auch demnächst einschlagen. Mein Platz ist nicht mehr in dieser Fußballwelt, auch wenn es schön war, während der Europapokalkampagnen ausschließlich Trainer zu sein. Dafür musste ich mir aber frei nehmen."

Der ehemalige Nationalspieler war nach seiner Entlassung Anfang Oktober 2018 in Niederkorn ohne Trainerjob. Seine Karriere als Coach hatte er 2009 als Spielertrainer in Beles begonnen. Es folgten Stationen bei Differdingen, Niederkorn, Lamadelaine, Titus Petingen, ehe er im Oktober 2016 ein zweites Mal nach Niederkorn zurückkehrte. Nach zwei Jahren war Schluss für ihn beim FC Progrès. Seitdem und auch in Zukunft wird er nur noch als Zuschauer an den Spielfeldern zu sehen sein.




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