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Novak Djokovic ist wieder Wimbledon-König
Sport 2 Min. 10.07.2022
Tennis

Novak Djokovic ist wieder Wimbledon-König

Novak Djokovic holt den Titel.
Tennis

Novak Djokovic ist wieder Wimbledon-König

Novak Djokovic holt den Titel.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 10.07.2022
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Novak Djokovic ist wieder Wimbledon-König

Der serbische Tennisstar setzt sich im Finale gegen Nick Kyrgios durch und ist nur noch einen Triumph von Rafael Nadal entfernt.

(sid) - Novak Djokovic hat die australische Rebellion in seinem Rasenreich Wimbledon erfolgreich zurückgeschlagen. Der serbische Seriensieger triumphierte im Finale gegen Nick Kyrgios und damit zum vierten Mal in Folge im All England Club. Nach exakt drei Stunden verwandelte der überragende Djokovic seinen dritten Matchball zum 4:6, 6:3, 6:4, 7:6 (7:3) gegen den entnervten Kyrgios.

Mit insgesamt sieben Titeln in Wimbledon schloss er zu seinem Jugendidol Pete Sampras auf und liegt nur noch einen Erfolg hinter Rekordchampion Roger Federer - zudem nähert er sich im ewigen Grand-Slam-Ranking dem Spitzenreiter: Nach Djokovics 21. Triumph im 32. Finale ist Rafael Nadal (22 Titel) wieder in Reichweite.

Nick Kyrgios muss sich im Finale geschlagen geben.
Nick Kyrgios muss sich im Finale geschlagen geben.
Foto: AFP

Djokovic, Federer, Nadal: Die Dominanz der drei Spieler war oft erdrückend. In den letzten 20 Jahren gesellte sich in Wimbledon nur Andy Murray zu diesem Siegertrio. Kyrgios brachte die Unberechenbarkeit zurück ins Finale: Genialität und Wahnsinn, Weltklasse und Wutanfälle liegen bei ihm eng beieinander. Djokovic befürchtete „ein Feuerwerk“.

Doch die bedeutende Bühne, die Königlichen Hoheiten William, Kate und Sohn George in der Royal Box und die einmalige Chance holten zunächst die seriöse Seite aus Kyrgios hervor. Verrückt spielte hier niemand, die Nervosität hatte der Außenseiter gut im Griff, der erste Aussetzer passierte Djokovic: Mit einem Doppelfehler gab er seinen Aufschlag ab.

Novak Djokovic freut sich über den Erfolg.
Novak Djokovic freut sich über den Erfolg.
Foto: AFP

Wenig später war der Satz weg, doch davon ließ sich Djokovic nicht beunruhigen. Im zweiten Durchgang gelang ihm der Durchbruch: Zum ersten Mal im dritten Duell nahm er Kyrgios dessen Aufschlag ab, die ersten zwei Matches hatte Djokovic 2017 verloren. Er war also gewarnt, zumal Kyrgios im Turnier eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht hatte.


Kazakhstan's Elena Rybakina celebrates with the Venus Rosewater Dish trophy during the podium ceremony after winning the women's singles final tennis match against Tunisia's Ons Jabeur on the thirteenth day of the 2022 Wimbledon Championships at The All England Tennis Club in Wimbledon, southwest London, on July 9, 2022. (Photo by SEBASTIEN BOZON / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE
Kasachin Rybakina holt Wimbledon-Titel
Als erste Kasachin gewinnt die 23 Jahre alte Elena Rybakina eine Grand-Slam-Trophäe. Im Finale dreht sie das Spiel nach Satzrückstand.

Vom Super-Flegel, der auf den Heiligen Rasen rotzt, Schieds- und Linienrichter beschimpft und Gegner zur Weißglut treibt, bis hin zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten dauerte es nur wenige Tage. 14.000 Dollar Strafe sammelte Kyrgios auf diesem Weg - allerdings auch viel Erfahrung, selbst wenn das Halbfinale gegen den verletzten Nadal als Härtetest fehlte.

Doch Kyrgios wandelt auf einem schmalen Grat, Djokovic zog das Tempo an, sein Gegner die Schultern hoch. Immer häufiger brüllte Kyrgios über den Centre Court, auf dem Djokovic seit 2013 (!) kein Match mehr verloren hat. Er schimpfte über eine Zuschauerin, die angeblich gestört hatte und aussehe, „als hätte sie 700 Drinks gehabt“. Es fielen Worte, die der kleine Prinz George noch nicht oft gehört haben dürfte.


Kazakhstan's Elena Rybakina celebrates with the Venus Rosewater Dish trophy during the podium ceremony after winning the women's singles final tennis match against Tunisia's Ons Jabeur on the thirteenth day of the 2022 Wimbledon Championships at The All England Tennis Club in Wimbledon, southwest London, on July 9, 2022. (Photo by SEBASTIEN BOZON / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE
Kasachin Rybakina holt Wimbledon-Titel
Als erste Kasachin gewinnt die 23 Jahre alte Elena Rybakina eine Grand-Slam-Trophäe. Im Finale dreht sie das Spiel nach Satzrückstand.

Djokovic blieb gelassen, er hatte Kyrgios, wo er ihn wollte, er dominierte die Partie, breakte nach 0:40 zum 5:4 und ging mit 2:1 Sätzen in Führung. Kyrgios suchte die Schuldigen in seiner Box, Djokovic die Entscheidung, Kyrgios rettete sich mit seinem starken Aufschlag (insgesamt 30 Asse) in den Tiebreak, Djokovic behielt die Nerven.

Für ihn könnte es der letzte Grand-Slam-Titel für längere Zeit gewesen sein. Die US Open in New York (ab Ende August) wird er wohl verpassen, Djokovic verweigert die Impfung und darf somit nicht einreisen. Auch in Australien Anfang 2023 wird der 35-Jährige nach dem Gerichtstheater in diesem Jahr sicher nicht mit offenen Armen empfangen werden.

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