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Neuer „Barça”-Vertrag für Messi
Sport 3 Min. 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
700 Millionen Ablöse

Neuer „Barça”-Vertrag für Messi

Lionel Messi (Mitte) tanzt regelmäßig die Gegenspieler aus.
700 Millionen Ablöse

Neuer „Barça”-Vertrag für Messi

Lionel Messi (Mitte) tanzt regelmäßig die Gegenspieler aus.
Foto: AFP
Sport 3 Min. 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
700 Millionen Ablöse

Neuer „Barça”-Vertrag für Messi

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Einen Schock wie beim Weggang des Brasilianers Neymar will der FC Barcelona nicht ein zweites Mal erleben. Die Katalanen schlossen daher mit Lionel Messi einen neuen Vertrag, der ein Abwerben quasi unmöglich machen soll.

(dpa) - Für Lionel Messi gehört es eigentlich zur Routine, neue Verträge beim FC Barcelona zu unterschreiben. In den vergangenen zwölf Jahren setzte der Weltklasse-Fußballer bereits sieben Mal seinen Namenszug unter einen Kontrakt mit den Katalanen. Die Unterzeichnung seines achten Profivertrags am Wochenende war für den 30 Jahre alten Argentinier jedoch etwas Besonderes. Dafür hatte er sich eigens einen dunklen Anzug angezogen und eine Krawatte umgebunden.

Der Grund: Die feierliche Zeremonie war von den Fans des FC Barcelona seit Monaten herbeigesehnt worden. Bereits Anfang Juli hatte „Barça” mitgeteilt, dass sich die Clubführung mit Messis Managern auf eine Verlängerung des Mitte 2018 auslaufenden Vertrags bis Juni 2021 geeinigt habe. Es fehlten nur die Unterschriften.

Wie wichtig Messi für den FC Barcelona ist, bewies der Argentinier am Sonntag beim 1:1 seines Teams im Spitzenspiel beim FC Valencia. Er gab die Vorlage zum Ausgleichstreffer durch Jordi Alba. Zuvor hatte er bereits ein Tor erzielt, das der Schiedsrichter - zu Unrecht - nicht anerkannt hatte.

Neue Gespräche nach Neymar-Abgang

Vereinspräsident Josep Maria Bartomeu hatte die Verzögerung der Vertragsunterzeichnung damals damit begründet, dass man keinen passenden Termin gefunden habe. Je mehr Zeit verging, desto mehr fragte sich mancher: Was steckt dahinter? Will Messi den Club, dem er sich mit 13 Jahren angeschlossen hatte, vielleicht verlassen? Nun stellte sich heraus, dass Messi keineswegs die Absicht hatte, dem FC Barcelona den Rücken zu kehren. Der Grund hatte vielmehr mit dem Weggang des Angreifers Neymar zu tun. Der Brasilianer war für eine Rekordablöse von 222 Millionen Euro von Paris SG abgeworben worden.

Der völlig unerwartete Wechsel löste in der „Barça”-Führung einen Schock aus. Die Verantwortlichen schworen sich: So etwas passiert uns nicht ein zweites Mal. Der Club nahm daher mit den Messi-Managern neue Gespräche über den bereits fertig ausgehandelten Vertrag auf.

Neymar wechselte für 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris.
Neymar wechselte für 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris.
Foto: AFP

Dieser hatte eine Aufstockung der Ablösesumme von 250 auf 300 Millionen Euro vorgesehen. Die Summe erschien dem Club nun zu niedrig. Denn wenn PSG mit Scheich Nasser Al-Khelaifi aus Katar an der Spitze 222 Millionen Euro für Neymar ausgab, schien es nicht ausgeschlossen, dass ein finanzstarker Club 300 Millionen Euro für den fünfmaligen Weltfußballer Messi locker macht.

Eine Milliarde für Cristiano Ronaldo

In dem nun unterzeichneten Vertrag kamen beide Seiten überein, die Ablöse auf 700 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln. Das in Barcelona erscheinende Fachblatt „Sport“ sieht darin eine „Anti-Scheich-Klausel“. „Wir sind mit Messi übereingekommen, die Ablösesumme an die Situation auf dem Transfermarkt anzupassen“, sagte „Barça”-Clubchef Bartomeu. Allerdings ist Messi damit nicht der teuerste Fußballer. Dies bleibt der Portugiese Cristiano Ronaldo von Real Madrid, dessen Ablöse in dem ebenfalls bis zum Jahr 2021 laufenden Vertrag auf eine Milliarde Euro festgesetzt wurde.

Wie hoch Messis Gehalt ist, teilte der Club nicht mit. In Medienberichten ist von mehr als 30 Millionen Euro im Jahr die Rede. Wenn Messis neuer Vertrag ausläuft, wird der Argentinier 34 Jahre alt sein. „Mein Traum ist es, meine Karriere in Barcelona zu beenden“, sagte „La Pulga“ (der Floh) nach der Vertragsunterzeichnung. „Und ich bin dabei, den Traum zu verwirklichen.“

Einen Tag vor der Unterzeichnung hatte Messi zum vierten Mal den „Goldenen Schuh“ für den erfolgreichsten Torschützen in Europa entgegengenommen. Für „Barça” hat er in 602 Spielen 523 Tore erzielt und 30 Titel gewonnen. Er ist damit der erfolgreichste Torjäger in der Geschichte der spanischen Liga.


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