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Nach Sturz: Jakobsen kommuniziert mit den Ärzten
Sport 07.08.2020

Nach Sturz: Jakobsen kommuniziert mit den Ärzten

Fabio Jakobsens Zustand soll "gut" sein.

Nach Sturz: Jakobsen kommuniziert mit den Ärzten

Fabio Jakobsens Zustand soll "gut" sein.
Foto: AFP
Sport 07.08.2020

Nach Sturz: Jakobsen kommuniziert mit den Ärzten

Gute Nachrichten aus Polen: Radprofi Fabio Jakobsen ist zwei Tage nach seinem schweren Sturz aus dem künstlichen Koma erwacht. Dylan Groenewegen muss unterdessen auch eine Zwangspause einlegen.

(sid/jg) - Zwei Tage nach seinem schweren Sturz bei der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt ist der niederländische Radprofi Fabio Jakobsen (Deceuninck) aus dem künstlichen Koma erwacht. „Wir haben gute Nachrichten aus dem Krankenhaus in Sosnowiec. Jakobsen ist nach dem Koma jetzt wach. Sein Zustand ist gut“, teilten die Tour-Organisatoren am Freitag per Twitter mit.

Jakobsens Team Deceuninck-Quick Step bestätigte am Abend, dass der 23-Jährige „in der Lage war, seine Arme und Beine zu bewegen und mit den Ärzten zu kommunizieren, wodurch schwere neurologische Schäden ausgeschlossen werden konnten.“ Aufgrund der Operation sei „Essen und Sprechen in der nächsten Zeit eine Herausforderung“. Es werde ein „langwieriger und mühsamer“ Genesungsprozess, hieß es in der Mitteilung. 


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Jakobsen war am Mittwoch im Zielsprint der ersten Etappe bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegen geblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen (Jumbo) abgedrängt worden. Nach einer fünfstündigen Operation war er in ein künstliches Koma versetzt worden. 

Groenewegen hat sich unterdessen in einem emotionalen TV-Interview erneut entschuldigt. „Ich will ganz klar sein, es war nie meine Absicht, andere Fahrer in Gefahr zu bringen“, sagte er dem TV-Sender NOS und war zeitweise den Tränen nahe. „Das war deutlich mein Fehler. Ich bin von meiner Linie abgewichen, und das darf man nicht.“

Sein Team Jumbo-Visma entschied am Freitag, dass er vorerst nicht mehr bei Radrennen starten darf. Die Suspendierung für den Niederländer gelte solange, bis die Disziplinarkommission des Weltverbands UCI über den Fall entschieden habe, teilte das Team mit. 


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 Groenewegen hat dafür Verständnis. „Ich rühr das Fahrrad vorläufig nicht an“, sagte er. „In den nächsten Monaten werde ich nicht mal an Radfahren denken. Dann werden wir sehen ,wie es weiter geht.“ Das Verhalten von Groenewegen war falsch, stellte die Team-Leitung fest. „Mit seiner Bewegung verletzte Dylan eine sportliche Regel, und das ist immer unakzeptabel.“ Der Radrennprofi habe seinen Fehler zugegeben und bedaure die Folgen zutiefst.

Die Staatsanwaltschaft von Kattowitz hat sich unterdessen eingeschaltet. Die Polizei hat bereits Aufnahmen des Unfalls sowie die Räder der verletzten Fahrer gesammelt. 

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